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Kategorie: Rechtsphilosophie

Enthymeme

Das Enthymem (gr.: ἐνθύμημα enthýmema „das Erwogene, das Beherzigte, das Argument“) ist ein auf Aristoteles zurückgehender Begriff der Rhetorik bzw. der Argumentationslehre. Man spricht auch von einem „enthymemischen Wahrscheinlichkeitsschluss“ oder „rhetorischen“ oder „dialektischen“ Schluss, d. h. einem Schluss mit nicht ausgesprochenen Prämissen.

Reine Rechtslehre

Die Reine Rechtslehre ist eine von dem österreichischen Rechtswissenschaftler Hans Kelsen (1881–1973) entwickelte Variante des Rechtspositivismus. Die Reine Rechtslehre ist eine Theorie des positiven Rechts „schlechthin“, d. h., sie erhebt den Anspruch, auf jegliche von Menschen jemals gesetzte (= positive) Rechtsordnung angewendet werden zu können. Die Behandlung eines übermenschlichen Rechts, des sogenannten Naturrechts, wird demgegenüber als unwissenschaftlich abgelehnt. Ziel der Reinen Rechtslehre …

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Satz vom ausgeschlossenen Dritten

Der Satz vom ausgeschlossenen Dritten (lat. tertium non datur, wörtlich: „ein Drittes ist nicht gegeben“ oder „ein Drittes gibt es nicht“; engl. Law of the Excluded Middle) oder Prinzip des zwischen zwei kontradiktorischen Gegensätzen stehenden ausgeschlossenen Mittleren (lat. principium exclusi tertii sive medii inter duo contradictoria) ist ein logisches Grundprinzip bzw. Axiom, das besagt, dass für eine beliebige Aussage mindestens die Aussage …

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Consensus gentium

Consensus gentium (lat.: ‚Übereinstimmung der Völker‘) bezeichnet in der Philosophie eine Übereinstimmung bezüglich einer Idee, einer Annahme oder eines Glaubens, die sich universell findet und deren Verbreitung nicht auf Austausch beruht und daher in der gleichartigen Natur der Vernunft begründet sein soll. Verschiedentlich wird der consensus als Argument für die Wahrheit allgemeiner Begriffe, besonders der Begriffe Gott und Unsterblichkeit angeführt. …

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Intersubjektivität

Intersubjektivität bedeutet, dass die Ergebnisse der Beobachtung unabhängig von den BeobachterInnen sind. Intersubjektivität von lat. inter: zwischen und Subjekt: Person, Akteur usw. geht davon aus, dass ein komplexerer Sachverhalt für mehrere Betrachter gleichermaßen erkennbar und nachvollziehbar ist: man ist sich beispielsweise darüber einig, wie man etwas wahrnimmt, wie man es einordnet oder was es bedeutet …

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Thomas Hobbes

Rechtsverständnis Empiriker, knüpft im Gegensatz zu Aristoteles nicht an die politische Natur des Menschen an, sondern an der Aspekt der Gefährdung des Menschen auf Grund seiner Natur. Sagt aber nicht, dass der Mensch von Natur aus böse ist, sondern gefährlich, unberechenbar, riskant! Das menschliche Handeln ist durch zwei primäre Antriebe geprägt: Streben nach Selbsterhaltung Verlangen …

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Aristoteles

Einstellung zum Recht Mensch ist ein zoon politikon – ein von Natur aus nach der staatlichen Gemeinschaft strebendes Lebewesen. Verfügt als einziges Lebewesen über Vernunft und Sprache und ist daher auf Kommunikation mit den anderen angewiesen – dafür bedarf er dem Zusammenlaben mit den andren in der Polis – denn nur dort kann er seine …

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Radbruch’sche Formel

Bei Gesetzen, die grundlegenden Forderungen der Gerechtigkeit widersprechen, handle es sich nicht um geltendes Recht, sondern um „gesetzliches Unrecht“, dem man den Rechtscharakter absprechen müsse und demgegenüber man keinen Gehorsam schuldig sei. Radbruch’sche Begriff des „gesetzlichen Unrechts“ wurde durch die Unrechtserfahrungen mit dem Nationalsozialismus geprägt – „Horrend ungerechten Gesetzen“ Folter, Aberkennung der Rechts- und Geschäftsfähigkeit, …

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Stufenbau der Rechtsordnung

Der vom Juristen Hans Kelsen geprägte Begriff des Stufenbaus der Rechtsordnung bezeichnet das System von Rechtsnorm Normen, die je durch Normen einer höheren Stufe erzeugt sind. Nach Kelsen könnte der Stufenbau der Rechtsordnung beispielsweise umfassen die historisch erste revolutionäre Verfassung, die die Erzeugung der aktuellen Verfassung regelt, die die Erzeugung der Gesetze regelt, die die …

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Ethik

Mit Ethik (griech. ethikos, sittlich) wird die Lehre vom sittlichen Verhalten bezeichnet. Die Ethik ist ein zweiter Normkreis neben dem Recht, dessen Regeln sich aus dem Zusammenleben entwickelt haben und nicht mit Hilfe des Staates durchgesetzt werden können. Die Normen der Ethik wirken mittels gesellschaftlichem Druck, z.B. durch Ächtung des Betroffenen. Allerdings gibt es weite …

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Etatist

Mit Etatist wird jemand bezeichnet, der den Staat höher gewichtet als die Gesellschaft.

Faustrecht

Vom Herrschen des Faustrecht spricht man, wenn die staatliche Rechtspflege nicht mehr funktioniert, und sich jeder sein tatsächlich oder vermeintlich bestehendes Recht selbst mit Gewalt verschaffen muss. Quellen http://www.lexexakt.de/glossar/faustrecht.php 30.09.2014

Anomietheorie

In ihrer Ausprägung als allgemeine Kriminalitätstheorie (Kriminalitätstheorien, allgemeine) zählt sie zu den sozialstrukturellen Kriminalitätstheorien (Kriminalitätstheorien, sozialstrukturelle). Kriminalität ist hiernach in gewissem Umfang integrierender Bestandteil jeder Gesellschaft und wird erst bei Zerstörung der inneren Stabilität des Gemeinwesens sowie Missachtung der zu ihrem Erhalt aufgestellten Regeln durch eine Mehrheit sozialschädlich. Nach einer weiterentwickelten Variante dieses Ansatzes führen …

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Kategorischer Imperativ

Kategorischer Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“. Kant geht es direkt oder indirekt immer um das Prinzip der Verallgemeinerung danach soll die moralische Qualität einer Handlung nach dem Kriterium beurteilt werden, ob es möglich ist, für die jeweilige individuelle Handlung eine Maxime zu …

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Verrechtlichung

Entwicklung des liberalen/bürgerlichen Rechtsstaates zum Sozialstaat: ursprünglich: Gesetze allgemein, genereller Adressatenkreis, langfristig, formale Gleichheit gegen ständische Ungleichheiten, Staat sollte sich wenig einmischen, Markt allein sollte für eine adäquate Güterverteilung sorgen, freie Bürgerentfaltung. Sozialstaat greift regulierend, sozialgestaltend ein gleiche Ausgangsbedingungen für die Freiheit aller. Gesetze werden konkreter, kurzfristiger, spezialisierter Adressatenkreis, mehr Gesetze. mmer mehr und mehr …

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Rechtserzeugungsquellen

Man unterscheidet: Rechtsbildung durch Tradition Gewohnheitsrecht Rechtsbildung durch Gesetzesrecht Rechtsbildung durch gesatztes Recht Rechtsbildung durch Rechtssprechung  

Recht als Notwendigkeit

Verschiedene Auffassungen über die Bedeutung/Notwendigkeit des Rechts für die Gesellschaft: Aristoteles: ohne Recht kein glückliches Leben Hobbes: ohne Recht keine Überlebenschance Kant: Recht nur zur Pflichtausübung Marx: Recht ist nur Instrument zur Ausbeutung Aristoteles Mensch ist ein zoon politikon – ein von Natur aus nach der staatlichen Gemeinschaft strebendes Lebewesen. Verfügt als einziges Lebewesen über …

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Case Law

Im englischen Richterrecht wird die Rechtssprechung an Hand der Fallentscheidungen gebildet. Das Gesetz spielt nur eine untergeordnete (ergänzende und korrigierende) Rolle. Das durch Fallentscheidungen gebildete Recht setzt sich aus Präzedenzfällen (=gerichtlich vorentschiedene Fälle, die für die Beurteilung künftiger Fälle als bindend angesehen werden) zusammen. Gleichgelagerte Fälle sollen gleich entschieden werden = Grundsatz des „stare decisis“ …

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Thomas von Aquin

Wer sich nur aus Furcht vor der Strafe dem Gesetz beugt ist nicht gut, denn aus knechtischer Furcht, das ist Furcht vor der Strafe geschieht nichts gut, mag einer auch etwas gutes tun. Aquin: „vorformuliert“ Kant sagt man kann „das Gute“ bei Kant: Legalität tun, aber man handelt deshalb nicht moralisch „gut“ bei Kant: moralisch! …

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