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Kategorie: Erbrecht

Schenkung bzw. Vermögensübertragung zu Lebzeiten

Allgemeines zur Schenkung/Vermögensübertragung zu Lebzeiten Die Erbfolge kann durch Rechtsgeschäfte unter Lebenden vorweggenommen werden. Die vorsorgende Vermögensübertragung wird oft gewählt, um das Vermögen im Familienbesitz zu erhalten, Erbstreitigkeiten zu vermeiden oder um Steuer zu sparen. Meist werden Liegenschaften, also Häuser, Grundstücke, Eigentumswohnungen zu Lebzeiten auf den Geschenknehmer übertragen. Es lassen sich auch alle anderen Vermögenswerte verschenken (z.B. Annuitäten, …

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Pflichtteilsminderung

Der Pflichtteil kann auf die Hälfte gemindert werden, wenn zwischen dem Verstorbenen und dem Pflichtteilsberechtigten zu keiner Zeit oder zumindest über einen längeren Zeitraum vor dem Tod des Verfügenden ein Verhältnis, wie es zwischen solchen Verwandten üblicherweise besteht, bestanden hat. Der Verstorbene muss diese Pflichtteilsminderung zu seinen Lebzeiten testamentarisch angeordnet haben. Der Pflichtteilsanspruch kann allerdings …

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Testament

„Was geschieht mit meinem Vermögen, wenn ich einmal nicht mehr bin? Oder sollte ich bereits zu Lebzeiten über eine Vermögensregelung nachdenken?“ Was empfiehlt sich- Erbschaft, Schenkung oder Übergabe?“ Derartige Fragen stehen meist am Beginn von Überlegungen, was mit dem eigenen Vermögen geschehen soll. Über das „eigene Ende“ denkt niemand gerne nach. Vielen Menschen ist aber nicht bewusst, …

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Ist ein Rechtsanwalt im Verlassenschaftsverfahren sinnvoll?

Im Schatten eines Todesfalles hilft ein sachlich-ruhiger Umgang mit den anstehenden Fragen und Problemen. Ihr Anwalt kann Ihnen dabei helfen. Um sich nicht aus falsch verstandenem Respekt vor dem Verstorbenen auf übereilte Entscheidungen einzulassen, sollten Sie die Beratung Ihres Rechtsanwalts in Anspruch nehmen. Wobei kann der Anwalt helfen? • Das Testament enthält unklare Passagen. • Zwei widersprüchliche …

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Anrechnung beim Ehegatten

Kommt es zu Schenkungen an den Ehegatten, werden diese nur auf den Erbteil angerechnet, wenn der Verstorbene das letztwillig angeordnet hat oder, wenn eine Anrechnung mit dem beschenkten Ehegatten vereinbart worden ist (§ 72 ABGB). Auf Wunsch eines Kindes kann eine Anrechnung nicht erfolgen, andererseits wieder profitiert der Ehegatte aber auch nicht von der Anrechnung …

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Anrechnung auf den Erbteil

Im Erbrecht wird der Begriff der Anrechnung uneinheitlich verwendet. Von der “Anrechnung (die lebzeitige Zuwendung) auf den Erbteil (§ 752 ABGB)” ist die Hinzurechnung und Anrechnung auf den Pflichtteil (gemäß § 781 ff ABGB), die Anrechnung von Zuwendungen aus Erbverträgen und Ehepakten beim Ehegatten (§ 744 Abs 2 ABGB) und die Anrechnung aus dem Nachlass …

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Testierwille

Damit eine letztwillige Verfügung gültig ist, ist neben der Einhaltung der Form (der Testamentsform) auch der Rechtsfolgewille des Verfügenden relevant. Dieser Rechtsfolgewille wird animus testandi oder auch Testierwille bezeichnet. Der Erblasser muss hier und jetzt eine letztwillige Verfügung errichten wollen. Quellen Stefan Perner; Martin Spitzer; Georg E Kodek. Bürgerliches Recht 5. Aufl inkl. Glossar

Anerbe

Ein Anerbe ist ein im Anerbenrecht begünstigter Erbe eines Erbhofes, der die weichenden Erben abfinden muss. Quellen Stefan Perner; Martin Spitzer; Georg E Kodek. Bürgerliches Recht 5. Aufl inkl. Glossar

Erbvertrag

Mit Erbvertrag wird ein Vertrag zwischen Erblasser und Erben bezeichnet mit der der Erblasser Erben einsetzen und Vermächtnisse bzw. Auflagen anordnen kann. Der Vorteil des Erbvertrags gegenüber dem Testament ist, dass er dem Erblasser und dem Erben eine verbindliche vertraglich Position gibt, von der sich beide, nicht ohne weiteres lösen können, da es sich um ein …

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Erbfolge

Das Erbrecht kennt zwei Arten der Erbfolge: die gesetzliche und die gewillkürte Erbfolge. Gesetzliche Erbfolge Gesetzliche Erbfolge Nach der gesetzlichen Erbfolge werden, sofern keine gewillkürte Erbfolge vorliegt, die Erben Gesamtrechtsnachfolger (Universalsukzession) des Erblassers. Sind die gesetzlichen Erben eines Erblassers nicht bekannt, so wird eine Erbenermittlung durchgeführt. Gewillkürte Erbfolge Liegt dagegen ein rechtswirksames Testament oder etwa …

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Gesetzliche Erbfolge

Mit der gesetzlichen Erbfolge wird geregelt, wer das Vermögen eines Verstorbenen erhält, wenn dieser keine letztwillige Verfügung also kein Testament und keinen Erbvertrag hinterlassen hat. Erben mehrere Personen, so wird damit auch geregelt, wie groß der Anteil des Einzelnen an der Erbengemeinschaft ist. Parentelensystem Die gesetzliche Erbfolge wird in Österreich in den §§ 727 ff. …

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Favor testamenti

„Vorzug des Testaments“: Der wahre Wille des Erblassers darf bei der Auslegung nur berücksichtigt werden, wenn es im textlichen Wortlaut des Testaments irgendeinen Anhaltspunkt für diesen gibt. Daher besteht ein Spannungsverhältnis zwischen dem favor testamenti und den Formvorschriften für letztwillige Verfügungen. Im Lichte der OGH-Judikatur vertretenen Auslegung entfällt das vorgeschriebene Formerfordernis, wenn die Zeugen ihre …

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