Mit Vermächtnis wird die Zuwendung einzelner Vermögensteile durch den Erblasser an Personen bezeichnet, die nicht Erben sind. Die Bedachten Vermächtnisnehmer erhalten durch das Vermächtnis einen Anspruch gegen die Erben.

Ist der Vermächtnisnehmer zugleich pflichtteilsberechtigt, muss er sich das Vermächtnis auf den Pflichtteil anrechnen lassen.

Von einem Untervermächtnis spricht man, wenn ein Vermächtnisnehmer seinerseits vom Erblasser mit einem Vermächtnis beschwert wird.

Muss der Erbe neben einem oder mehreren Vermächtnissen zusätzlich noch Pflichtteilsansprüche erfüllen, kann er von den Vermächtnisnehmern verlangen, dass sie die Pflichteilsansprüche anteilig übernehmen und zwar im Verhältnis des Vermächtnisanteils zum Gesamterbe.

Hat der Erbe selbst zusätzlich einen Pflichtteilsanspruch, so kann er die anderen Pflichtteilsansprüche, aber nicht seinen eigenen, vollständig an die Vermächtnisnehmer weiterreichen, die diese untereinander wiederum im Verhältnis ihres Anteils am Gesamterbe zu tragen haben.

Quellen

http://www.lexexakt.de/glossar/vermaechtnis.php 31.10.2014


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