Bundesgesetze

Exekutionsordnung

Gesetz vom 27. Mai 1896, über das Executions- und Sicherungsverfahren (Exekutionsordnung – EO).

EOBundesgesetzFassung seit 1. Juli 2021RIS-Stand 17. August 2026

RIS-Gesetzesnummer 10001700 · RGBl. Nr. 79/1896 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005 · 23/04 Exekutionsordnung · Original im RIS öffnen

§ 299

§ 299 Umfang des Pfandrechts

Fassung: 1. Juli 2021 bis laufend

Kurzfassung / TL;DR

Worum geht es in § 299 EO?

  • Kernaussage§ 299 EO behandelt "Umfang des Pfandrechts" und ist im Zusammenhang mit dem aktuellen RIS-Wortlaut zu lesen.
  • Für wen relevantFür Personen, Einrichtungen oder Behörden, auf die diese Rechtsvorschrift im konkreten Fall angewendet wird.
  • Was konkret geregelt wirdKernpunkt: Das Pfandrecht, welches durch die Pfändung einer Gehaltsforderung oder einer anderen in fortlaufenden Bezügen bestehenden Forderung...

Orientierung zum amtlichen RIS-Text, keine Rechtsberatung.

Umfang des Pfandrechts

§ 299. (1) Das Pfandrecht, welches durch die Pfändung einer Gehaltsforderung oder einer anderen in fortlaufenden Bezügen bestehenden Forderung erworben wird, erstreckt sich auch auf die nach der Pfändung fällig werdenden Bezüge, das an einer verzinslichen Forderung erwirkte Pfandrecht auf die nach der Pfändung fällig werdenden Zinsen. Wird ein Arbeitsverhältnis oder ein anderes Rechtsverhältnis, das einer in fortlaufenden Bezügen bestehenden Forderung zugrunde liegt, nicht mehr als ein Jahr unterbrochen, so erstreckt sich die Wirksamkeit des Pfandrechts auch auf die gegen denselben Drittschuldner nach der Unterbrechung entstehenden und fällig werdenden Forderungen. Es gilt auch als Unterbrechung, wenn der Anspruch neuerlich geltend zu machen ist. Eine Karenzierung ist jedoch keine Unterbrechung.

(2) Durch Pfändung eines Diensteinkommens wird insbesondere auch dasjenige Einkommen getroffen, welches der Verpflichtete infolge einer Erhöhung seiner Bezüge, infolge Übertragung eines neuen Amtes, Versetzung in ein anderes Amt oder infolge Versetzung in den Ruhestand erhält. Sinkt das Arbeitseinkommen unter den unpfändbaren Betrag, übersteigt es aber wieder diesen Betrag, so erstreckt sich die Wirksamkeit des Pfandrechts auch auf die erhöhten Bezüge. Diese Bestimmungen gelten hinsichtlich der Erhöhung der Bezüge und des zweiten Satzes auch für andere Forderungen, die in fortlaufenden Bezügen bestehen.

(3) Ein Pfandrecht wird auch dann begründet, wenn eine Gehaltsforderung oder eine andere in fortlaufenden Bezügen bestehende Forderung zwar nicht im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsverbots, aber später den unpfändbaren Betrag übersteigt.

(4) Das Pfandrecht bleibt bei einem Betriebsübergang und einer Gesamtrechtsnachfolge bestehen. Bei einem Wechsel zu einem anderen Konzernunternehmen kann der bisherige Drittschuldner das Zahlungsverbot auf Gefahr des betreibenden Gläubigers an das andere Konzernunternehmen weiterleiten. Er hat den betreibenden Gläubiger von der Weiterleitung zu verständigen. Ab dem Zeitpunkt der Weiterleitung hat der neue Drittschuldner das Zahlungsverbot zu beachten.

Norm-KontextWo steht diese Bestimmung im Gesetz?
Teil / Abschnitt / KapitelKeine eigene Gliederungsangabe im lokalen Text erkannt.
Gehört thematisch zuRechte und Pflichten, Verfahren und Zuständigkeit, Übergangs- und Schlussbestimmungen
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Nächster Paragraph§ 299a

Begriffe / Tags

Häufige FragenFragen zu dieser Bestimmung
Was regelt § 299 EO in einfachen Worten?

§ 299 EO behandelt "Umfang des Pfandrechts" und ist im Zusammenhang mit dem aktuellen RIS-Wortlaut zu lesen.

Geht es hier auch um Verfahren oder Rechtsmittel?

Bei Verfahrensbegriffen wie Frist, Zustellung, Entscheidung oder Widerspruch sollte besonders auf die formalen Voraussetzungen und die aktuelle Fassung geachtet werden.

Welche Fassung ist hier angezeigt?

Gilt in dieser Darstellung von 1. Juli 2021 bis laufend.

Ist diese Erklärung rechtsverbindlich?

Rechtsverbindlich ist der amtliche Wortlaut in der jeweils maßgeblichen Fassung. Die Erklärung auf dieser Seite hilft nur bei der Orientierung.

Die Antworten sind eine Orientierung zum angezeigten RIS-Wortlaut und keine Rechtsberatung.

Änderungshistorie

Stand und Fassungen

Zuletzt geändert am
31. Mai 2021
Fassung seit
1. Juli 2021
Fassung bis
laufend
Lokaler Stand
5. Oktober 2026 07:03
Frühere Fassungen

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Was sich geändert hat

RIS nennt für diese Bestimmung ein Änderungsdatum; eine frühere lokale Textfassung für einen direkten Vergleich ist derzeit nicht gespeichert.

Letzte RIS-Änderungsquellen zur gesamten Rechtsvorschrift:

  • BGBl. I Nr. 62/2026 (NR: GP XXVIII RV 523 AB 561 S. 89. BR: 11838 AB 11839 S. 994.)
  • BGBl. I Nr. 136/2023 (NR: GP XXVII RV 2209 AB 2261 S. 233. BR: 11307 AB 11323 S. 959.)
  • BGBl. I Nr. 77/2023 (NR: GP XXVII RV 2093 AB 2155 S. 226. BR: AB 11288 S. 957.)
  • BGBl. I Nr. 61/2022 (NR: GP XXVII RV 1291 AB 1400 S. 147. BR: AB 10924 S. 939.)

Die Änderungshinweise werden aus RIS-Metadaten und lokal vorhandenen Fassungen abgeleitet; eine redaktionelle Gesetzesmaterialien-Auswertung ist damit nicht verbunden.

Verweise

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Rückverweise

Entscheidungen 23Gesetze 0Treffer 23

Judikatur-Auswertung

Was zeigt die Rechtsprechung zu diesem Paragraphen?

Welche Fragen wurden entschieden?
  • Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend? 23
  • Welche Verfahrensfragen, Fristen oder Rechtsmittel spielen eine Rolle? 1
Häufige Gerichte
  • OGH20
  • LG Klagenfurt1
  • LG Eisenstadt1
  • LG für ZRS Graz1
Rechtsprechungstendenz (vorsichtig)

Bei 23 lokal gefundenen Entscheidungen ist nur eine vorsichtige Einordnung sinnvoll. Der erkennbare Schwerpunkt liegt auf "Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend?". Am häufigsten erscheint OGH in den Treffern. Eine belastbare inhaltliche Linie sollte anhand der einzelnen Entscheidungen geprüft werden.

Diese Auswertung basiert auf lokal gecachten RIS-Treffern und ersetzt keine juristische Prüfung.

Entscheidungen

OGH · RechtssatzOGH · 3Ob1052/31; 2Ob976/37; 3Ob108/17d · 4. Juli 20173Ob1052/31; 2Ob976/37; 3Ob108/17d · 4. Juli 2017 · ECLI:AT:OGH0002:1932:RS0003979

SZ 14/70 Ähnlich; SZ 19/314 Vgl auch

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob112/86; 5Ob601/90; 2Ob142/07g; 3Ob108/17d · 4. Juli 20173Ob112/86; 5Ob601/90; 2Ob142/07g; 3Ob108/17d · 4. Juli 2017 · ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0003984

Auch; SZ 63/232 = EvBl 1991/70 S 316 Auch; Beisatz: § 299 Abs 1 EO ermöglicht einem betreibenden Gläubiger, durch einmaligen Pfändungsakt prioritätswahrend auf fällige und künftig fällig werdende fortlaufende Bestandzinse zu greifen; handelt es sich doch bei...

EO §299 Abs1 · MRG §42 Abs1
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob355/61; 3Ob19/69; 3Ob112/86; 9ObA89/88; 2Ob142/07g; 3Ob108/17d · 4. Juli 20173Ob355/61; 3Ob19/69; 3Ob112/86; 9ObA89/88; 2Ob142/07g; 3Ob108/17d · 4. Juli 2017 · ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0003967

SZ 34/131 Beisatz: Hier Forderung aus Beherbergungsvertrag. (T1) = MietSlg21901 Auch; Beisatz: Hier: Ansprüche des Vermieters gegen einen Mieter oderden Hausverwalter. (T2) Auch; SZ 61/95 = JBl 1988,600 = RdW 1989,28 = RdA 1990,289 (ABurgstaller) Vgl; Beis auch...

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob565/31; 4Ob25/61; 6Ob298/67; 4Ob14/68; 3Ob108/17d · 4. Juli 20173Ob565/31; 4Ob25/61; 6Ob298/67; 4Ob14/68; 3Ob108/17d · 4. Juli 2017 · ECLI:AT:OGH0002:1931:RS0003944

SZ 13/158 Beisatz: Vorschüsse, auf die der Vertreter gleich nach Eingang derAufträge Anspruch hat, können gepfändet werden. (T1) ZAS 1969/29 S 181 (mit Anm von Schwarz) Vgl auch

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob875/30; 4Ob25/61; 9ObA89/88; 3Ob108/17d · 4. Juli 20173Ob875/30; 4Ob25/61; 9ObA89/88; 3Ob108/17d · 4. Juli 2017 · ECLI:AT:OGH0002:1930:RS0004051

SZ 12/287 SozM 3E,253 = Arb 7358 Vgl auch; JBl 1988,600 = SZ 61/95 = RdA 1990,289 (A. Burgstaller) =RdW 1989,28 Vgl auch

EO §294 C · EO §299 · HVG §6 Abs1 · LPfV §1
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob104/01t; 3Ob35/07d; 3Ob16/12t · 14. Juni 20123Ob104/01t; 3Ob35/07d; 3Ob16/12t · 14. Juni 2012 · ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115610

Ähnlich; Beisatz: Hier: Keine Pfändung von Kostenforderungen auf Grund von der Zustellung der Exekutionsbewilligung nachfolgenden Prozesshandlungen. (T1)

EO §290a · EO §294 · EO §299
LG Klagenfurt · RechtssatzLG Klagenfurt · 3R4/12s · 9. Februar 20123R4/12s · 9. Februar 2012 · ECLI:AT:LG00729:2012:RKL0000119EO §299 Abs1LG Eisenstadt · RechtssatzLG Eisenstadt · 13R60/07g · 2. Mai 200713R60/07g · 2. Mai 2007 · ECLI:AT:LG00309:2007:RES0000128EO §75 · EO §299OGH · RechtssatzOGH · 8ObA34/06t · 19. Juni 20068ObA34/06t · 19. Juni 2006 · ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121035EO §299LG für ZRS Graz · RechtssatzLG für ZRS Graz · 4R237/05k · 18. Juli 20054R237/05k · 18. Juli 2005 · ECLI:AT:LG00638:2005:RGZ0000008EO §294a · EO §299 Abs1OGH · RechtssatzOGH · 9ObA89/88; 9ObA107/01b · 19. September 20019ObA89/88; 9ObA107/01b · 19. September 2001 · ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0003941

JBl 1988,600 = RdW 1989,28 = RdA 1990,289 (A Burgstaller) = SZ 61/95 Gegenteilig; Beisatz: Die Pfandrechtserstreckung des § 299 Abs 1 EO gilt auch für den Fall der Eingehung eines neuen Arbeitsverhältnisses mit demselben Arbeitgeber innerhalb der...

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 9ObA89/88; 9ObA107/01b · 19. September 20019ObA89/88; 9ObA107/01b · 19. September 2001 · ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0003960

SZ 61/95 = JBl 1988,600 = RdW 1989,28 = RdA 1990,289 (A Burgstaller) Vgl aber; Beisatz: Die Pfandrechtserstreckung des § 299 Abs 1 EO gilt auch für den Fall der Eingehung eines neuen Arbeitsverhältnisses mit demselben Arbeitgeber innerhalb...

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 2Ob149/24; 10ObS179/98s; 10ObS312/00f; 9ObA308/00k · 20. Dezember 20002Ob149/24; 10ObS179/98s; 10ObS312/00f; 9ObA308/00k · 20. Dezember 2000 · ECLI:AT:OGH0002:1924:RS0003983

SZ 6/100 Beisatz: Der Anspruch des Dienstnehmers auf Entlohnung richtet sich allerdings nicht gegen den Dienstgeber, sondern unmittelbar gegen die Gehaltskasse. (T1) Beis wie T1 Vgl auch; Beisatz: Der Anspruch von aufgrund privatrechtlicher Verträge angestellten Apothekerinnen gegen die...

EO §299 · GehKG §1
OGH · RechtssatzOGH · 9ObA153/92 · 2. September 19929ObA153/92 · 2. September 1992 · ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0003932

ÖBA 1993,983 (Burgstaller) = DRdA 1993,132 (Andexlinger)

EO §299 · EO §300 a
OGH · RechtssatzOGH · 2Ob25/37; 9ObA89/88 · 13. April 19882Ob25/37; 9ObA89/88 · 13. April 1988 · ECLI:AT:OGH0002:1937:RS0003957

SZ 19/19 Vgl auch; JBl 1988,600 = RdA 1990,289 (A Burgstaller) = RdW 1989,28 = SZ 61/95

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob148/65; 9ObA89/88 · 13. April 19883Ob148/65; 9ObA89/88 · 13. April 1988 · ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0003937

EvBl 1966/141 S 185 JBl 1988,600 = RdW 1989,28 = SZ 61/95 = RdA 1990,289 (A Burgstaller)

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 9ObA89/88 · 13. April 19889ObA89/88 · 13. April 1988 · ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0003962

SZ 61/95 = JBl 1988,600 = RdW 1989,29 = RdA 1990,289 (A Burgstaller)

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 2Ob544/79; 5Ob313/66; 1Ob119/71; 7Ob235/72 (7Ob236/72) · 3. Juli 19792Ob544/79; 5Ob313/66; 1Ob119/71; 7Ob235/72 (7Ob236/72) · 3. Juli 1979 · ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0003922

Vgl auch; Beisatz: Klagslegitimation des Verpflichteten nach § 110 KO bezüglich des nicht gepfändeten und nicht überwiesenen Teiles der Forderung. (T1) = SZ 39/177 Vgl auch; Beisatz: Zur Aktivlegitimation des Verpflichteten. (T2)

EO §294 A · EO §294 M1 · EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob132/78 · 12. September 19783Ob132/78 · 12. September 1978 · ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0004023

JBl 1979,438

ABGB §1009 · EO §294 B · EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob355/61 · 29. September 19613Ob355/61 · 29. September 1961 · ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0003954

SZ 34/131

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 4Ob25/61 · 11. April 19614Ob25/61 · 11. April 1961 · ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0003951

Arb 7358

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob316/38; 7Ob18/57 (7Ob202/57) · 24. April 19573Ob316/38; 7Ob18/57 (7Ob202/57) · 24. April 1957 · ECLI:AT:OGH0002:1938:RS0003975

SZ 20/105

EO §299
OGH · RechtssatzOGH · 2Ob282/29 · 18. April 19292Ob282/29 · 18. April 1929 · ECLI:AT:OGH0002:1929:RS0003974

SZ 11/85

EO §299 · LPfV §1