Bundesgesetze

Exekutionsordnung

Gesetz vom 27. Mai 1896, über das Executions- und Sicherungsverfahren (Exekutionsordnung – EO).

EOBundesgesetzFassung seit 1. Juli 2022RIS-Stand 17. August 2026

RIS-Gesetzesnummer 10001700 · RGBl. Nr. 79/1896 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2005 · 23/04 Exekutionsordnung · Original im RIS öffnen

§ 382f

§ 382f Verfahrensbestimmungen

Fassung: 1. Juli 2022 bis laufend

Kurzfassung / TL;DR

Worum geht es in § 382f EO?

  • Kernaussage§ 382f EO beschreibt einen Verfahrensschritt und die dafür maßgeblichen Voraussetzungen.
  • Für wen relevantFür betroffene Parteien und Behörden, die diese Bestimmung anwenden oder beachten müssen.
  • Was konkret geregelt wirdKernpunkt: Gefährdete Parteien können sich bei einem Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung zum Schutz vor Gewalt...

Orientierung zum amtlichen RIS-Text, keine Rechtsberatung.

Verfahrensbestimmungen

§ 382f. (1) Gefährdete Parteien können sich bei einem Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung zum Schutz vor Gewalt (§§ 382b, 382c) oder zum Schutz vor Eingriffen in die Privatsphäre (§ 382d) sowie bei weiteren Schriftsätzen im Verfahren erster Instanz durch eine geeignete Opferschutzeinrichtung (§ 25 Abs. 3 SPG) vertreten lassen. Die Opferschutzeinrichtung kann sich auf die erteilte Vollmacht berufen.

(2) Von der Anhörung des Antragsgegners vor Erlassung der einstweiligen Verfügung zum Schutz vor Gewalt ist insbesondere abzusehen, wenn eine weitere Gefährdung durch den Antragsgegner unmittelbar droht. Dies kann sich vor allem aus einem Bericht der Sicherheitsbehörde ergeben, den das Gericht von Amts wegen beizuschaffen hat; die Sicherheitsbehörden sind verpflichtet, solche Berichte den Gerichten unverzüglich zu übersenden. Wird der Antrag bei aufrechtem Betretungs- und Annäherungsverbot gestellt (§ 38a Abs. 10 SPG), so ist dieser dem Antragsgegner unverzüglich zuzustellen.

(3) Der Auftrag zum Verlassen der Wohnung ist, wenn der Antragsteller nichts anderes beantragt, dem Antragsgegner durch das Vollstreckungsorgan beim Vollzug zuzustellen. Dieser Zeitpunkt ist dem Antragsteller mitzuteilen.

(4) Das Gericht kann in Verfahren nach den §§ 382b und 382c einem Antragsgegner, der noch nicht an einer Gewaltpräventionsberatung nach § 38a Abs. 8 SPG teilgenommen hat, auf Antrag der gefährdeten Partei oder von Amts wegen auftragen, binnen fünf Tagen ab Erlassung einer einstweiligen Verfügung eine Beratungsstelle für Gewaltprävention (Abs. 6) zur Vereinbarung einer Beratung zu kontaktieren und aktiv an einer Beratung zur Gewaltprävention teilzunehmen. Die Beratung hat längstens innerhalb von 14 Tagen ab Kontaktaufnahme erstmals stattzufinden.

(5) Die Kosten der Teilnahme an einer Beratung nach Abs. 4 trägt der Bund. Der Antragsgegner hat dem Gericht eine Bestätigung über die Teilnahme vorzulegen.

(6) Die Bundesministerin für Justiz wird ermächtigt, für die in Abs. 4 vorgesehene Beratung bewährte geeignete Einrichtungen für opferschutzorientierte Täterarbeit im Wege von Förderverträgen vertraglich zu beauftragen.

Norm-KontextWo steht diese Bestimmung im Gesetz?
Teil / Abschnitt / KapitelKeine eigene Gliederungsangabe im lokalen Text erkannt.
Gehört thematisch zuAufnahme, Schulpflicht und Teilnahme, Rechte und Pflichten
Vorheriger Paragraph§ 382e
Nächster Paragraph§ 382g

Begriffe / Tags

Häufige FragenFragen zu dieser Bestimmung
Was regelt § 382f EO in einfachen Worten?

§ 382f EO beschreibt einen Verfahrensschritt und die dafür maßgeblichen Voraussetzungen.

Geht es hier auch um Verfahren oder Rechtsmittel?

Bei Verfahrensbegriffen wie Frist, Zustellung, Entscheidung oder Widerspruch sollte besonders auf die formalen Voraussetzungen und die aktuelle Fassung geachtet werden.

Welche Fassung ist hier angezeigt?

Gilt in dieser Darstellung von 1. Juli 2022 bis laufend.

Ist diese Erklärung rechtsverbindlich?

Rechtsverbindlich ist der amtliche Wortlaut in der jeweils maßgeblichen Fassung. Die Erklärung auf dieser Seite hilft nur bei der Orientierung.

Die Antworten sind eine Orientierung zum angezeigten RIS-Wortlaut und keine Rechtsberatung.

Änderungshistorie

Stand und Fassungen

Zuletzt geändert am
14. Dezember 2021
Fassung seit
1. Juli 2022
Fassung bis
laufend
Lokaler Stand
5. Oktober 2026 07:03
Frühere Fassungen

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Was sich geändert hat

RIS nennt für diese Bestimmung ein Änderungsdatum; eine frühere lokale Textfassung für einen direkten Vergleich ist derzeit nicht gespeichert.

Letzte RIS-Änderungsquellen zur gesamten Rechtsvorschrift:

  • BGBl. I Nr. 62/2026 (NR: GP XXVIII RV 523 AB 561 S. 89. BR: 11838 AB 11839 S. 994.)
  • BGBl. I Nr. 136/2023 (NR: GP XXVII RV 2209 AB 2261 S. 233. BR: 11307 AB 11323 S. 959.)
  • BGBl. I Nr. 77/2023 (NR: GP XXVII RV 2093 AB 2155 S. 226. BR: AB 11288 S. 957.)
  • BGBl. I Nr. 61/2022 (NR: GP XXVII RV 1291 AB 1400 S. 147. BR: AB 10924 S. 939.)

Die Änderungshinweise werden aus RIS-Metadaten und lokal vorhandenen Fassungen abgeleitet; eine redaktionelle Gesetzesmaterialien-Auswertung ist damit nicht verbunden.

Verweise

Rückverweise

Entscheidungen 11Gesetze 2Treffer 13

Judikatur-Auswertung

Was zeigt die Rechtsprechung zu diesem Paragraphen?

Welche Fragen wurden entschieden?
  • Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend? 10
  • Welche Verfahrensfragen, Fristen oder Rechtsmittel spielen eine Rolle? 1
Häufige Gerichte
  • OGH7
  • LG für ZRS Wien2
  • Verfassungsgerichtshof (VfGH)1
  • Landesverwaltungsgericht Wien1
Rechtsprechungstendenz (vorsichtig)

Bei 11 lokal gefundenen Entscheidungen ist nur eine vorsichtige Einordnung sinnvoll. Der erkennbare Schwerpunkt liegt auf "Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend?". Am häufigsten erscheint OGH in den Treffern. Eine belastbare inhaltliche Linie sollte anhand der einzelnen Entscheidungen geprüft werden.

Diese Auswertung basiert auf lokal gecachten RIS-Treffern und ersetzt keine juristische Prüfung.

Entscheidungen

OGH · RechtssatzOGH · 1Ob29/72; 1Ob75/73; 7Ob290/74; 1Ob684/76; 1Ob673/78; 1Ob628/80; 7Ob561/82; 1Ob694/82; 8Ob566/83; 8Ob506/91; 3Ob262/05h; 4Ob47/06z; 8Ob88/06h; 4Ob86/07m; 5Ob130/15a; 3Ob31/16d; 18OCg2/19x (18OCg3/19v); 4Ob80/22a; 5Ob96/22m; 2Ob196/25z · 18. Dezember 20251Ob29/72; 1Ob75/73; 7Ob290/74; 1Ob684/76; 1Ob673/78; 1Ob628/80; 7Ob561/82; 1Ob694/82; 8Ob566/83; 8Ob506/91; 3Ob262/05h; 4Ob47/06z; 8Ob88/06h; 4Ob86/07m; 5Ob130/15a; 3Ob31/16d; 18OCg2/19x (18OCg3/19v); 4Ob80/22a; 5Ob96/22m; 2Ob196/25z · 18. Dezember 2025 · ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0005225

Veröff: JBl 1977,94 Veröff: NZ 1979,70 nur: Voraussetzung dafür, dass ein Gericht zur Frage, ob ein Anspruch in genügendem Maß bescheinigt oder glaubhaft gemacht ist, Stellung zu nehmen hat, ist es, dass die gefährdete Partei überhaupt die erforderlichen...

EO §382f · EO §389 I · EO §389 IIIA · EO §389 IIIC · EO §389 VI
OGH · RechtssatzOGH · 1Ob29/72; 1Ob75/73; 8Ob253/73; 5Ob202/74; 4Ob342/75; 1Ob684/76; 4Ob386/79; 1Ob628/80; 7Ob561/82; 7Ob645/82; 7Ob740/82; 1Ob694/82; 5Ob555/83; 8Ob566/83; 5Ob27/85; 2Ob556/88; 9ObA92/90; 2Ob562/91; 4Ob2097/96b; 6Ob148/97a; 9Ob402/97a; 1Ob175/98m; 1Ob293/99s; 7Ob322/01f; 1Ob138/02d; 4Ob251/02v; 16Ok9/03; 3Ob262/05h; 6Ob299/05x; 8Ob88/06h; 4Ob204/06p; 7Ob183/07y; 8Ob50/07x; 4Ob37/08g; 4Ob44/09p; 17Ob7/09t; 4Ob178/09v; 3Ob217/09x; 2Ob141/10i; 8ObA44/11w; 17Ob6/11y; 4Ob152/11y; 4Ob2/12s; 4Ob56/12g; 4Ob15/13d; 4Ob153/13y; 3Ob25/14v; 1Ob84/14f; 4Ob140/14p; 4Ob148/14i; 5Ob130/15a; 4Ob235/15k; 7Ob26/16y; 3Ob31/16d; 8Ob91/16i; 6Ob241/16h; 9ObA51/16i; 6Ob228/18z; 9Ob6/19a; 6Ob149/19h; 6Ob214/19t; 4Ob137/21g; 4Ob80/22a; 5Ob96/22m; 6Ob124/22m; 4Ob156/23d; 1Ob130/24k; 1Ob107/24b · 25. März 20251Ob29/72; 1Ob75/73; 8Ob253/73; 5Ob202/74; 4Ob342/75; 1Ob684/76; 4Ob386/79; 1Ob628/80; 7Ob561/82; 7Ob645/82; 7Ob740/82; 1Ob694/82; 5Ob555/83; 8Ob566/83; 5Ob27/85; 2Ob556/88; 9ObA92/90; 2Ob562/91; 4Ob2097/96b; 6Ob148/97a; 9Ob402/97a; 1Ob175/98m; 1Ob293/99s; 7Ob322/01f; 1Ob138/02d; 4Ob251/02v; 16Ok9/03; 3Ob262/05h; 6Ob299/05x; 8Ob88/06h; 4Ob204/06p; 7Ob183/07y; 8Ob50/07x; 4Ob37/08g; 4Ob44/09p; 17Ob7/09t; 4Ob178/09v; 3Ob217/09x; 2Ob141/10i; 8ObA44/11w; 17Ob6/11y; 4Ob152/11y; 4Ob2/12s; 4Ob56/12g; 4Ob15/13d; 4Ob153/13y; 3Ob25/14v; 1Ob84/14f; 4Ob140/14p; 4Ob148/14i; 5Ob130/15a; 4Ob235/15k; 7Ob26/16y; 3Ob31/16d; 8Ob91/16i; 6Ob241/16h; 9ObA51/16i; 6Ob228/18z; 9Ob6/19a; 6Ob149/19h; 6Ob214/19t; 4Ob137/21g; 4Ob80/22a; 5Ob96/22m; 6Ob124/22m; 4Ob156/23d; 1Ob130/24k; 1Ob107/24b · 25. März 2025 · ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0005452

Veröff: GesRZ 1973,82 nur: Keineswegs ist es Sache des Gerichtes, von Amts wegen auf die Stoffsammlung oder ergänzendes Vorbringen zu dringen (Vgl SZ 4/14; SZ 10/171; RZ 1954,28). (T1) nur: Die Behauptungen der gefährdeten Partei sind die Grenzen,...

ZPO §182 · EO §382f · EO §389 I · EO §389 IIIA · EO §389 IV · EO §389 VA · EO §389 VI · EO §390 I · EO §390 III · EO §394
Verfassungsgerichtshof (VfGH) · RechtssatzVerfassungsgerichtshof (VfGH) · G105/2023 ua · 7. Dezember 2023G105/2023 ua · 7. Dezember 2023 · ECLI:AT:VFGH:2023:G105.2023B-VG Art130 Abs1 Z2 · B-VG Art140 Abs1 Z1 lita · EMRK Art5, Art6, Art8 · SicherheitspolizeiG §22, §25, §26, §27, §27a, §28, §28a, §29, §30, §32, §33, §38a Abs2, §38a Abs8, §84, §88 · EO §382f Abs4 · VfGG §7 Abs1Landesverwaltungsgericht Wien · TextLandesverwaltungsgericht Wien · VGW-102/013/5453/2022-27 · 6. Februar 2023VGW-102/013/5453/2022-27 · 6. Februar 2023 · ECLI:AT:LVWGWI:2023:VGW.102.013.5453.2022.27B-VG Art. 89 Abs2 · B-VG Art. 135 Abs4 · B-VG Art. 140 Abs1 · EO §382f · EO §382g · SPG 1991 §25 Abs4 · SPG 1991 §35 Abs1 Z8 · SPG 1991 §38a · SPG 1991 §84 Abs1b Z3 · SPG 1991 §84 Abs2OGH · RechtssatzOGH · 4Ob367/82; 4Ob362/86; 9Ob153/04x; 8Ob88/06h; 6Ob199/20p; 6Ob124/22m · 21. Dezember 20224Ob367/82; 4Ob362/86; 9Ob153/04x; 8Ob88/06h; 6Ob199/20p; 6Ob124/22m · 21. Dezember 2022 · ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0005433

nur: Es widerspricht dem Wesen des auf rasche Entscheidung abgestellten Provisorialverfahrens, eine Entscheidung aufzuheben, um der klagenden Partei in einem zweiten Rechtsgang die Möglichkeit zu geben, ein unbestimmtes Sicherungsbegehren zu verbessern. (T1) Auch; nur T1 Ähnlich; nur T1;...

EO §382f · EO §389 IIIA · EO §389 VI · EO §389 VII
OGH · RechtssatzOGH · 9Ob17/19v · 15. Mai 20199Ob17/19v · 15. Mai 2019 · ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132650EO §382fOGH · RechtssatzOGH · 8Ob100/05x; 7Ob116/08x · 11. Juni 20088Ob100/05x; 7Ob116/08x · 11. Juni 2008 · ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120410

Veröff: SZ 2005/165

ZPO §500 Abs3 · ZPO §526 Abs3 · EO §78 · EO §382f · EO §402 Abs4 · JN §58 Abs1
LG für ZRS Wien · RechtssatzLG für ZRS Wien · 40R279/05h · 29. November 200540R279/05h · 29. November 2005 · ECLI:AT:LG00003:2005:RWZ0000106EO §382fLG für ZRS Wien · RechtssatzLG für ZRS Wien · 40R279/05h · 29. November 200540R279/05h · 29. November 2005 · ECLI:AT:LG00003:2005:RWZ0000107EO §382f · EO §393 Abs1 · RATG §10 Z2 · RATG §13 litb · ZPO §43 Abs1OGH · RechtssatzOGH · 8Ob100/05x · 16. November 20058Ob100/05x · 16. November 2005 · ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120411

Veröff: SZ 2005/165

EO §382f · MRG §1 Abs4 Z1 · MRG §45 Abs5
OGH · RechtssatzOGH · 8Ob100/05x · 16. November 20058Ob100/05x · 16. November 2005 · ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120412

Veröff: SZ 2005/165

EO §382f