Einkommensteuer

Die Einkommensteuer (ESt.) ist eine Steuer, die auf das Einkommen natürlicher Personen erhoben wird. Sie ist eine gemeinschaftliche Bundesabgabe, die am Einkommen anknüpft. Das Steueraufkommen wird zwischen Bund, Ländern und Gemeinden aufgeteilt (Finanzausgleich).

Einkunftsarten

Das Einkommen setzt sich aus einer natürlichen Person aus der Summe der einzelnen Einkünfte zusammen. Diese lassen sich, gemäß dem Einkommensteuerrecht in folgende sieben Einkunftsarten unterteilen:

  1. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
  2. Einkünfte aus selbständiger Arbeit
  3. Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  4. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (z. B. Angestellte, Arbeiterinnen/Arbeiter, Pensionistinnen/Pensionisten)
  5. Einkünfte aus Kapitalvermögen (z. B. Sparbücher, Wertpapiere – diese Erträge sind aber in der Regel mit der Kapitalertragsteuer endbesteuert und brauchen dann nicht in die Steuererklärung aufgenommen werden)
  6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  7. Sonstige Einkünfte (z. B. bestimmte Leibrenten, Spekulationsgewinne, Einkünfte aus gelegentlichen Vermittlungen und anderen Leistungen, Funktionsgebühren)

Steuersätze

Im Einkommensteuertarif gibt es vier Tarifzonen (drei Progressionsstufen).

Von 2005 und bis 2009 galten folgende Grenzsteuersätze:

  • 0,00 % für Einkommensteile zwischen 0 und 10.000 Euro jährlich
  • 38,333 % für Einkommensteile zwischen 10.000 und 25.000 Euro jährlich
  • 43,596 % für Einkommensteile zwischen 25.000 und 51.000 Euro jährlich
  • 50 % für Einkommensteile über 51.000 Euro jährlich

Mit der Steuerreform 2009 wurde der Tarif ab dem Jahr 2009 abgesenkt:

  • 0,00 % für Einkommensteile zwischen 0 und 11.000 Euro jährlich
  • 36,5 % für Einkommensteile zwischen 11.000 und 25.000 Euro jährlich
  • 43,2143 % für Einkommensteile zwischen 25.000 und 60.000 Euro jährlich
  • 50 % für Einkommensteile über 60.000 Euro jährlich

Besonderheiten

Die Besteuerung von Sonderzahlungen (das sind im Wesentlichen Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie regelmäßig wiederkehrende Prämien) wird im § 67 des Einkommensteuergesetzes geregelt. Die ersten 620 Euro im Jahr sind steuerfrei. Darüber hinaus werden Sonderzahlungen bis zu einem Sechstel der jährlichen lohnsteuerpflichtigen Bezüge (Jahressechstel) mit festen Steuersätzen verrechnet. Für den über den Freibetrag hinausgehenden, jedoch 24.380 Euro nicht übersteigenden Teil werden 6 % an Steuern abgezogen. Die nächsten 25.000 Euro werden mit 27 % versteuert, von den nächsten 33.333 Euro werden 35,75 % an das Finanzamt abgeführt.

Von Kapitalerträgen werden (im Regelfall) 25 % als Quellensteuer (Kapitalertragsteuer) von den Banken einbehalten. Dies stellt eine Endbesteuerung mit Abgeltungswirkung dar. Auf Antrag können Kapitaleinkünfte auch mit einem niedrigeren Tarifsteuersatz besteuert werden. Ausländische Kapitaleinkünfte ohne KESt-Abzug sind ebenfalls nur mit 25 % steuerpflichtig. Dividenden unterliegen unter bestimmten Voraussetzungen dem Halbsatzverfahren, bei dem nur der halbe Steuersatz angewandt wird.

Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind bei einer Entfernung bis 20 km für nichtselbständig Beschäftigte im Regelfall nicht abzugsfähig, sondern werden durch einen pauschalen „Verkehrsabsetzbetrag“ steuerlich berücksichtigt.

Spenden an gemeinnützige Organisationen sind bis zur Höhe von zehn Prozent des Vorjahreseinkommens abzugsfähig. Eine Liste von Organisationen, die als gemeinnützig eingestuft werden, wird jährlich vom Finanzministerium veröffentlicht.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

Quellen & Einzelnachweise

http://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuer_(%C3%96sterreich) 06.11.2014

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