Bundesgesetze

Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch

Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch für die gesammten deutschen Erbländer der Oesterreichischen Monarchie

ABGBBundesgesetzFassung seit 1. Januar 1812RIS-Stand 20. August 2026

RIS-Gesetzesnummer 10001622 · JGS Nr. 946/1811 · 20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) · Original im RIS öffnen

§ 338

§ 338 Inwiefern durch die Klage der Besitz unredlich werde.

Fassung: 1. Januar 1812 bis laufend

Kurzfassung / TL;DR

Worum geht es in § 338 ABGB?

  • Kernaussage§ 338 ABGB behandelt "Inwiefern durch die Klage der Besitz unredlich werde." und ist im Zusammenhang mit dem aktuellen RIS-Wortlaut zu lesen.
  • Für wen relevantFür Personen, Einrichtungen oder Behörden, auf die diese Rechtsvorschrift im konkreten Fall angewendet wird.
  • Was konkret geregelt wirdKernpunkt: Auch der redliche Besitzer, wenn er durch richterlichen Ausspruch zur Zurückstellung der Sache verurtheilet wird, ist...

Orientierung zum amtlichen RIS-Text, keine Rechtsberatung.

Inwiefern durch die Klage der Besitz unredlich werde.

§ 338. Auch der redliche Besitzer, wenn er durch richterlichen Ausspruch zur Zurückstellung der Sache verurtheilet wird, ist in Rücksicht des Ersatzes der Nutzungen und des Schadens, wie auch in Rücksicht des Aufwandes, von dem Zeitpuncte der ihm zugestellten Klage, gleich einem unredlichen Besitzer zu behandeln; doch haftet er für den Zufall, der die Sache bey dem Eigenthümer nicht getroffen hätte, nur in dem Falle, daß er die Zurückgabe durch einen muthwilligen Rechtsstreit verzögert hat.

Norm-KontextWo steht diese Bestimmung im Gesetz?
Teil / Abschnitt / KapitelKeine eigene Gliederungsangabe im lokalen Text erkannt.
Gehört thematisch zuÜbergangs- und Schlussbestimmungen
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Begriffe / Tags

Häufige FragenFragen zu dieser Bestimmung
Was regelt § 338 ABGB in einfachen Worten?

§ 338 ABGB behandelt "Inwiefern durch die Klage der Besitz unredlich werde." und ist im Zusammenhang mit dem aktuellen RIS-Wortlaut zu lesen.

Welche Fassung ist hier angezeigt?

Gilt in dieser Darstellung von 1. Januar 1812 bis laufend.

Ist diese Erklärung rechtsverbindlich?

Rechtsverbindlich ist der amtliche Wortlaut in der jeweils maßgeblichen Fassung. Die Erklärung auf dieser Seite hilft nur bei der Orientierung.

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Änderungshistorie

Stand und Fassungen

Zuletzt geändert am
8. April 2015
Fassung seit
1. Januar 1812
Fassung bis
laufend
Lokaler Stand
6. Oktober 2026 13:30
Frühere Fassungen

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Was sich geändert hat

RIS nennt für diese Bestimmung ein Änderungsdatum; eine frühere lokale Textfassung für einen direkten Vergleich ist derzeit nicht gespeichert.

Letzte RIS-Änderungsquellen zur gesamten Rechtsvorschrift:

  • BGBl. I Nr. 62/2026 (NR: GP XXVIII RV 523 AB 561 S. 89. BR: 11838 AB 11839 S. 994.)
  • BGBl. I Nr. 40/2026 (NR: GP XXVIII RV 445 AB 458 S. 77. BR: 11811 AB 11815 S. 991.)
  • BGBl. I Nr. 111/2025 (NR: GP XXVIII RV 187 AB 350 S. 57. BR: AB 11754 S. 985.)
  • BGBl. I Nr. 110/2025 (NR: GP XXVIII RV 279 AB 314 S. 57. BR: AB 11746 S. 984.)

Die Änderungshinweise werden aus RIS-Metadaten und lokal vorhandenen Fassungen abgeleitet; eine redaktionelle Gesetzesmaterialien-Auswertung ist damit nicht verbunden.

Verweise

Rückverweise

Entscheidungen 11Gesetze 1Treffer 12

Judikatur-Auswertung

Was zeigt die Rechtsprechung zu diesem Paragraphen?

Welche Fragen wurden entschieden?
  • Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend? 11
  • Welche Verfahrensfragen, Fristen oder Rechtsmittel spielen eine Rolle? 2
Häufige Gerichte
  • OGH10
  • Verfassungsgerichtshof (VfGH)1
Rechtsprechungstendenz (vorsichtig)

Bei 11 lokal gefundenen Entscheidungen ist nur eine vorsichtige Einordnung sinnvoll. Der erkennbare Schwerpunkt liegt auf "Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend?". Am häufigsten erscheint OGH in den Treffern. Eine belastbare inhaltliche Linie sollte anhand der einzelnen Entscheidungen geprüft werden.

Diese Auswertung basiert auf lokal gecachten RIS-Treffern und ersetzt keine juristische Prüfung.

Entscheidungen

OGH · RechtssatzOGH · 1Ob262/49; 1Ob1/90; 10ObS2374/96g; 8Ob397/97h; 10ObS35/99s; 7Ob207/06a; 2Ob277/08m · 15. Oktober 20091Ob262/49; 1Ob1/90; 10ObS2374/96g; 8Ob397/97h; 10ObS35/99s; 7Ob207/06a; 2Ob277/08m · 15. Oktober 2009 · ECLI:AT:OGH0002:1949:RS0010241

SZ 22/138 nur: Bei Entscheidungen der Verwaltungsbehörde tritt die Rechtswirkung mit der Unanfechtbarkeit der Entscheidung ein. 2.) Der administrative Instanzenzug findet in der Regel mit der Entscheidung des BM. sein Ende. Die Verwaltungsgerichtshofbeschwerde ist nur ein außerordentliches Rechtsmittel....

ABGB §338 · AVG §63 ff · B-VG Art104 · B-VG Art130 · ZPO §190
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob544/95 (3Ob545/95); 3Ob54/98g; 3Ob260/02k; 6Ob144/03z · 11. September 20033Ob544/95 (3Ob545/95); 3Ob54/98g; 3Ob260/02k; 6Ob144/03z · 11. September 2003 · ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0058545

Veröff: SZ 68/115 Vgl auch; Beisatz: Hier: Zulässige Untervermietung. (T1) Beisatz: Aus dem Umstand allein, daß ein gekündigter Bestandnehmer die Bestandsache weiterbenützt, ergibt sich jedoch nicht seine Unredlichkeit. (T2); Veröff: SZ 72/125 Auch; nur: Diese Bestimmungen sind nur...

ABGB §335 A · ABGB §335 C · ABGB §338 · EO §37 Q
OGH · RechtssatzOGH · 6Ob220/70 (6Ob221/70); 4Ob301/73; 3Ob544/95 · 14. Juni 19956Ob220/70 (6Ob221/70); 4Ob301/73; 3Ob544/95 · 14. Juni 1995 · ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0010246

Veröff: EvBl 1971/138 S 240 = MietSlg 22007 = NZ 1972,125 = JBl 1972,144 (mit Glosse von Mayer - Maly) Veröff: EvBl 1973/228 S 488 = SZ 46/11 Veröff: SZ 68/115

ABGB §338 · ABGB §1295 Ia7
OGH · RechtssatzOGH · 1Ob211/73; 6Ob633/77 · 13. Oktober 19771Ob211/73; 6Ob633/77 · 13. Oktober 1977 · ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0010237

SZ 47/3

ABGB §338 · ABGB §824
OGH · RechtssatzOGH · 7Ob22/71; 1Ob211/73 · 16. Januar 19747Ob22/71; 1Ob211/73 · 16. Januar 1974 · ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0010240

MietSlg 23011 = EvBl 1971/328 S 627 SZ 47/3

ABGB §338
OGH · RechtssatzOGH · 4Ob301/73 · 30. Januar 19734Ob301/73 · 30. Januar 1973 · ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0010242

EvBl 1973/228 S 488 = SZ 46/11

ABGB §338 · UrhG §86 · UrhG §87
OGH · RechtssatzOGH · 4Ob507/65; 6Ob180/68; 6Ob220/70 (6Ob221/70) · 30. September 19704Ob507/65; 6Ob180/68; 6Ob220/70 (6Ob221/70) · 30. September 1970 · ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0010276

MietSlg 17004 nur: § 338 ABGB findet als allgemeine Rechtsregel auch bei schuldhafter Verzögerung der Übergabe einer nicht in Geld bestehenden Leistung Anwendung. Der Beklagte, der dem gerichtlichen Räumungsbefehl nicht nachkommt, haftet daher für jenen entgangenen Zins, den...

ABGB §335 C · ABGB §338 · ABGB §1295
OGH · RechtssatzOGH · 5Ob229/60 · 6. Juli 19605Ob229/60 · 6. Juli 1960 · ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0010239ABGB §338 · 3. RStG §5Verfassungsgerichtshof (VfGH) · RechtssatzVerfassungsgerichtshof (VfGH) · A3/54 · 25. Juni 1955A3/54 · 25. Juni 1955 · ECLI:AT:VFGH:1955:A3.1955Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch §330, ABGB §330 · Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch §338, ABGB §338OGH · RechtssatzOGH · 3Ob141/55 · 16. März 19553Ob141/55 · 16. März 1955 · ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0010278ABGB §335 C · ABGB §338 · ABGB §1295OGH · RechtssatzOGH · Rkv64/54 · 3. Juli 1954Rkv64/54 · 3. Juli 1954 · ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0010245

EvBl 1954/416 S 620

ABGB §338 · 3. RStG §5 Abs2