Bundesgesetze

Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch

Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch für die gesammten deutschen Erbländer der Oesterreichischen Monarchie

ABGBBundesgesetzFassung seit 1. Januar 1812RIS-Stand 20. August 2026

RIS-Gesetzesnummer 10001622 · JGS Nr. 946/1811 · 20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) · Original im RIS öffnen

§ 461

§ 461 c) nach dem Verfalle der Forderung;

Fassung: 1. Januar 1812 bis laufend

Kurzfassung / TL;DR

Worum geht es in § 461 ABGB?

  • Kernaussage§ 461 ABGB behandelt "c) nach dem Verfalle der Forderung;" und ist im Zusammenhang mit dem aktuellen RIS-Wortlaut zu lesen.
  • Für wen relevantFür betroffene Parteien und Behörden, die diese Bestimmung anwenden oder beachten müssen.
  • Was konkret geregelt wirdKernpunkt: Wird der Pfandgläubiger nach Verlauf der bestimmten Zeit nicht befriediget; so ist er befugt, die Feilbiethung...

Orientierung zum amtlichen RIS-Text, keine Rechtsberatung.

c) nach dem Verfalle der Forderung;

§ 461. Wird der Pfandgläubiger nach Verlauf der bestimmten Zeit nicht befriediget; so ist er befugt, die Feilbiethung des Pfandes gerichtlich zu verlangen. Das Gericht hat dabey nach Vorschrift der Gerichtsordnung zu verfahren.

Norm-KontextWo steht diese Bestimmung im Gesetz?
Teil / Abschnitt / KapitelKeine eigene Gliederungsangabe im lokalen Text erkannt.
Gehört thematisch zuRechte und Pflichten, Verfahren und Zuständigkeit, Übergangs- und Schlussbestimmungen
Vorheriger Paragraph§ 460a
Nächster Paragraph§ 462

Begriffe / Tags

Häufige FragenFragen zu dieser Bestimmung
Was regelt § 461 ABGB in einfachen Worten?

§ 461 ABGB behandelt "c) nach dem Verfalle der Forderung;" und ist im Zusammenhang mit dem aktuellen RIS-Wortlaut zu lesen.

Geht es hier auch um Verfahren oder Rechtsmittel?

Bei Verfahrensbegriffen wie Frist, Zustellung, Entscheidung oder Widerspruch sollte besonders auf die formalen Voraussetzungen und die aktuelle Fassung geachtet werden.

Welche Fassung ist hier angezeigt?

Gilt in dieser Darstellung von 1. Januar 1812 bis laufend.

Ist diese Erklärung rechtsverbindlich?

Rechtsverbindlich ist der amtliche Wortlaut in der jeweils maßgeblichen Fassung. Die Erklärung auf dieser Seite hilft nur bei der Orientierung.

Die Antworten sind eine Orientierung zum angezeigten RIS-Wortlaut und keine Rechtsberatung.

Änderungshistorie

Stand und Fassungen

Zuletzt geändert am
8. April 2015
Fassung seit
1. Januar 1812
Fassung bis
laufend
Lokaler Stand
4. Oktober 2026 01:40
Frühere Fassungen

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Was sich geändert hat

RIS nennt für diese Bestimmung ein Änderungsdatum; eine frühere lokale Textfassung für einen direkten Vergleich ist derzeit nicht gespeichert.

Letzte RIS-Änderungsquellen zur gesamten Rechtsvorschrift:

  • BGBl. I Nr. 62/2026 (NR: GP XXVIII RV 523 AB 561 S. 89. BR: 11838 AB 11839 S. 994.)
  • BGBl. I Nr. 40/2026 (NR: GP XXVIII RV 445 AB 458 S. 77. BR: 11811 AB 11815 S. 991.)
  • BGBl. I Nr. 111/2025 (NR: GP XXVIII RV 187 AB 350 S. 57. BR: AB 11754 S. 985.)
  • BGBl. I Nr. 110/2025 (NR: GP XXVIII RV 279 AB 314 S. 57. BR: AB 11746 S. 984.)

Die Änderungshinweise werden aus RIS-Metadaten und lokal vorhandenen Fassungen abgeleitet; eine redaktionelle Gesetzesmaterialien-Auswertung ist damit nicht verbunden.

Verweise

Rückverweise

Entscheidungen 15Gesetze 0Treffer 15

Judikatur-Auswertung

Was zeigt die Rechtsprechung zu diesem Paragraphen?

Welche Fragen wurden entschieden?
  • Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend? 15
Häufige Gerichte
  • OGH13
  • Verwaltungsgerichtshof (VwGH)1
  • AUSL BGH1
Rechtsprechungstendenz (vorsichtig)

Bei 15 lokal gefundenen Entscheidungen ist nur eine vorsichtige Einordnung sinnvoll. Der erkennbare Schwerpunkt liegt auf "Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend?". Am häufigsten erscheint OGH in den Treffern. Eine belastbare inhaltliche Linie sollte anhand der einzelnen Entscheidungen geprüft werden.

Diese Auswertung basiert auf lokal gecachten RIS-Treffern und ersetzt keine juristische Prüfung.

Entscheidungen

OGH · RechtssatzOGH · 1Ob827/51; 1Ob88/71; 2Ob544/76; 7Ob770/82; 7Ob575/84; 6Ob721/84; 1Ob513/85; 1Ob397/97g; 6Ob391/97m; 3Ob182/99g; 2Ob276/03g; 1Ob64/04z; 9Ob50/09g; 9Ob92/09h; 4Ob125/12d; 7Ob185/25v · 17. Dezember 20251Ob827/51; 1Ob88/71; 2Ob544/76; 7Ob770/82; 7Ob575/84; 6Ob721/84; 1Ob513/85; 1Ob397/97g; 6Ob391/97m; 3Ob182/99g; 2Ob276/03g; 1Ob64/04z; 9Ob50/09g; 9Ob92/09h; 4Ob125/12d; 7Ob185/25v · 17. Dezember 2025 · ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0011444

Veröff: SZ 24/330 Beisatz: Daher kann weder auf Grund einer Hypothekarklage der als Hypothekarschuldner Beklagte zur Zahlung schlechthin verurteilt werden noch umgekehrt der mit der Personalklage Belangte zur Zahlung aus den Pfandsachen. (T1) Veröff: QuHGZ 1972 1/97 Auch;...

ABGB §461 · ABGB §466 · ZPO §405 D IIIa1 · ZPO §405 D IIIa6
OGH · RechtssatzOGH · 2Ob659/51; 5Ob250/70; 7Ob631/76; 1Ob12/91; 1Ob121/17a; 2Ob22/22g · 16. März 20222Ob659/51; 5Ob250/70; 7Ob631/76; 1Ob12/91; 1Ob121/17a; 2Ob22/22g · 16. März 2022 · ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0011442

JBl 1952,444 nur: Die Pfändung einer Forderung während der Anhängigkeit des Rechtsstreites ist der Veräußerung der in Streit verfangenen Sachegleichzustellen und hat zur Folge, daß statt auf Zahlung auf gerichtlichen Erlag zu erkennen ist. (T1)Veröff: JBl 1971,572 nur...

ABGB §461 · ABGB §1424 · ABGB §1425 I · ZPO §234 · ZPO §405 D IIIa2
OGH · RechtssatzOGH · 9Ob2048/96h; 3Ob81/01k; 1Ob64/04z; 1Ob99/20w · 24. Juni 20209Ob2048/96h; 3Ob81/01k; 1Ob64/04z; 1Ob99/20w · 24. Juni 2020 · ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106035

nur: Nach Fälligkeit der Schuld hat der Pfandgläubiger das Recht, sich aus der Pfandsache zu befriedigen. (T1) Beisatz: Mit Konkurseröffnung über das Vermögen des Hauptschuldners tritt nach § 14 Abs 2 KO die Fälligkeit der bis dahin betagten...

ABGB §461 · KO §14 Abs2
OGH · RechtssatzOGH · 1Ob357/57; 1Ob587/86; 3Ob81/01k; 1Ob64/04z; 9Ob17/15p; 1Ob28/15x; 1Ob33/18m · 19. Juni 20181Ob357/57; 1Ob587/86; 3Ob81/01k; 1Ob64/04z; 9Ob17/15p; 1Ob28/15x; 1Ob33/18m · 19. Juni 2018 · ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0011308

Auch Beisatz: Er kann aber auch Einwendungen gegen die Rechtmäßigkeit des Pfandrechts - demnach gegen die Rechtswirksamkeit des Pfandbestellungsvertrags - geltend machen (gegen den "Bestand"). (T1) Auch; Beisatz: Der Pfandschuldner kann alle Einwendungen erheben, die auch dem Personalschuldner...

ABGB §447 · ABGB §461
OGH · RechtssatzOGH · 9Ob2048/96h; 5Ob233/13w · 23. April 20149Ob2048/96h; 5Ob233/13w · 23. April 2014 · ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106034

Veröff: SZ 2014/41

ABGB §461 · ABGB §466 · KO §11 · KO §120 · KO §178
Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · RechtssatzVerwaltungsgerichtshof (VwGH) · 2013/16/0099 · 29. Mai 20132013/16/0099 · 29. Mai 2013 · ECLI:AT:VWGH:2013:2013160099.X01ABGB §461; · PunzierungsG 2000 §10; · PunzierungsG 2000 §17 Abs1; · PunzierungsG 2000 §20; · PunzierungsG 2000 §5;OGH · RechtssatzOGH · 10Ob531/94; 1Ob64/04z; 3Ob278/08s · 25. März 200910Ob531/94; 1Ob64/04z; 3Ob278/08s · 25. März 2009 · ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0025129

Veröff: SZ 67/195 Vgl auch; Beisatz: Die Feilbietung des Pfands gemäß §461 ABGB "gerichtlich zu verlangen", bedeutet, dass der Pfandgläubiger eines Rechts zur unmittelbaren Pfandverwertung entbehrt, sondern vorerst mittels Klage einen Exekutionstitel erwirken muss. (T1) Beisatz: Für die...

ABGB §461
OGH · RechtssatzOGH · 6Ob112/59; 6Ob29/08w · 13. März 20086Ob112/59; 6Ob29/08w · 13. März 2008 · ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0005215

Vgl aber; Beisatz: Soweit hier schon die bloß abstrakte Möglichkeit abträglicher Verfügungen als zur Dartuung der Gefährdung im Sinne des § 381 EO ausreichend angesehen wurde, ist das durch die dargelegte jüngere Rechtsentwicklung überholt. (T1)

ABGB §461 · ABGB §466 · EO §381 B
OGH · RechtssatzOGH · 4Ob1513/87; 6Ob2031/96m; 9Ob237/02x; 4Ob221/06p · 20. März 20074Ob1513/87; 6Ob2031/96m; 9Ob237/02x; 4Ob221/06p · 20. März 2007 · ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0011445

Veröff: BA 1988,81 = RdW 1987,324 (Iro) Auch; nur: Die Vereinbarung außergerichtlicher Pfandverwertung widerspricht grundsätzlich nicht den §§ 461, 1371 ABGB. (T1) nur: Eine Bank ist gem Pkt 24 AGBKr berechtigt, Pfänder ohne Klage- und Exekutionsführung zur (teilweisen)...

ABGB §461 · ABGB §1371 · AGBKr Pkt24 · EVHGB §Art8 Nr14
OGH · RechtssatzOGH · 3Ob115/91 (3Ob116/91, 3Ob117/91) · 27. November 19913Ob115/91 (3Ob116/91, 3Ob117/91) · 27. November 1991 · ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0002867ABGB §461 · EO §146 · EO §238OGH · RechtssatzOGH · 2Ob406/57; 2Ob61/61; 7Ob717/83 · 17. November 19832Ob406/57; 2Ob61/61; 7Ob717/83 · 17. November 1983 · ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0011443

JBl 1958,122 Beisatz: Anm. der Rangordnung für eine beabsichtigte Verpfändung. (T1)

ABGB §461 · ABGB §1299 D · GBG §14 Abs2
OGH · RechtssatzOGH · 5Ob250/71 · 13. Oktober 19715Ob250/71 · 13. Oktober 1971 · ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0011306

EvBl 1972/86 S 155

ABGB §447 · ABGB §461 · ABGB §1368
OGH · RechtssatzOGH · 1Ob338/54 · 26. Mai 19541Ob338/54 · 26. Mai 1954 · ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0015183ABGB §461 · ABGB §1358 · ABGB §1404AUSL BGH · RechtssatzAUSL BGH · IVZR164/53 · 4. Februar 1954IVZR164/53 · 4. Februar 1954 · ECLI:AT:AUSL000:1954:RS0104159ABGB §461OGH · RechtssatzOGH · 1Ob250/27 · 23. März 19271Ob250/27 · 23. März 1927 · ECLI:AT:OGH0002:1927:RS0003658

SZ 9/273 = ZBl 1927/310 (mit ablehnender Besprechung von Petschek).

ABGB §461 · EO §264