§ 20
§ 20 Geschäftsplan
Fassung: 1. Januar 2019 bis laufend
Kurzfassung / TL;DR
Worum geht es in § 20 PKG?
- Kernaussage§ 20 PKG behandelt "Geschäftsplan" und ist im Zusammenhang mit dem aktuellen RIS-Wortlaut zu lesen.
- Für wen relevantFür Personen, Einrichtungen oder Behörden, auf die diese Rechtsvorschrift im konkreten Fall angewendet wird.
- Was konkret geregelt wirdKernpunkt: 57/03 Betriebliche und private Altersvorsorge
Orientierung zum amtlichen RIS-Text, keine Rechtsberatung.
Geschäftsplan
§ 20. (1) Die Pensionskasse hat einen Geschäftsplan zu erstellen. Sofern die Pensionskasse mehrere VRG verwaltet, ist der Geschäftsplan in einen allgemeinen und einen besonderen Teil zu gliedern. Im besonderen Teil sind für jede VRG getrennt die jeweils nur für diese VRG geltenden Angaben und Parameter gemäß Abs. 2 auszuweisen. Versicherungstechnische Risiken, die die Pensionskasse auf Grund des Geschäftsplanes nicht selbst tragen kann, sind über Versicherungsunternehmen abzudecken.
(2) Der Geschäftsplan hat sämtliche zum Betrieb des Pensionskassengeschäftes erforderlichen Angaben und Parameter zu enthalten, insbesondere:
(2a) Der Rechnungszins und der rechnungsmäßige Überschuss sind mit der gebotenen Vorsicht zu wählen. Dabei sind
(3) Die versicherungstechnischen Rückstellungen sind nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik von einem entsprechend ausgebildeten Fachmann zu berechnen. Den zur Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen verwendeten Wahrscheinlichkeitstafeln ist das Vorsichtsprinzip zugrunde zu legen, wobei die wichtigsten Merkmale der Anwartschaftsberechtigten und der Pensionskassenzusagen und insbesondere die zu erwartenden Änderungen der relevanten Risiken zu beachten sind.
(3a) Soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, darf der Faktor Geschlecht nur dann zu unterschiedlichen Beiträgen oder Leistungen für Frauen und Männer führen, wenn das Geschlecht ein bestimmender Faktor in einer Risikobewertung ist, die auf relevanten und genauen versicherungsmathematischen und statistischen Daten beruht. Die Risikobewertung sowie die erhobenen versicherungsmathematischen und statistischen Daten sind im Geschäftsplan anzugeben. Die Pensionskasse hat diese Risikobewertung regelmäßig zu aktualisieren.
(3b) Die Pensionskasse hat die versicherungsmathematischen und statistischen Daten, aus denen unterschiedliche Beiträge oder Leistungen für Frauen und Männer abgeleitet werden, und jede Aktualisierung dieser Daten zu veröffentlichen. Handelt es sich dabei um Daten, die bereits von anderen Stellen veröffentlicht worden sind, so genügt ein Hinweis auf diese Veröffentlichung. Werden die Daten im Internet bereit gestellt, so ist jedermann auf Verlangen eine ohne technische Hilfsmittel lesbare Wiedergabe zur Verfügung zu stellen.
(3c) Die Methode zur Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Bemessungsgrundlage dürfen sich nicht von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr ändern. Abweichungen können allerdings bei einer Änderung der den Annahmen zugrunde liegenden rechtlichen, demographischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zulässig sein.
(3d) Eine Deckungslücke, die sich durch Umstellung der Rechnungsgrundlagen ergibt, ist binnen längstens zehn Jahren und jährlich mindestens zu einem Zehntel zu schließen. Sofern die Deckungslücke in einem Geschäftsjahr zu mehr als einem Zehntel geschlossen wurde, kann in einem späteren Geschäftsjahr höchstens in diesem Ausmaß die Schließung der Deckungslücke unterbleiben. Im Falle der Kündigung oder einvernehmlichen Beendigung eines Pensionskassenvertrages ist bei Berechnung der zu übertragenden Vermögensteile gemäß § 17 Abs. 4 die noch nicht geschlossene Deckungslücke in Abzug zu bringen.
(4) Der Geschäftsplan sowie jede Änderung des Geschäftsplanes bedürfen der Bewilligung der FMA; diese kann mit entsprechenden Auflagen und Fristen versehen werden. Der Geschäftsplan sowie jede Änderung des Geschäftsplanes sind vom Prüfaktuar zu prüfen; dem Antrag auf Bewilligung ist der Bericht des Prüfaktuars über das Prüfungsergebnis anzuschließen. Die Bewilligung ist zu erteilen, wenn der Geschäftsplan den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik entspricht, wenn die Belange der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten ausreichend gewahrt werden und insbesondere die Verpflichtungen aus den Pensionskassenverträgen als dauernd erfüllbar anzusehen sind. Die Pensionskasse hat der FMA das Vorliegen dieser Umstände nachzuweisen.
(5) Die FMA kann unter Beachtung der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik Kriterien für die Führung der geschäftsplanmäßigen Rückstellung für die nach Pensionsbeginn anfallenden Verwaltungskosten durch Verordnung festsetzen. Bei Erlassung dieser Verordnung hat sie
Norm-KontextWo steht diese Bestimmung im Gesetz?
Häufige FragenFragen zu dieser Bestimmung
Was regelt § 20 PKG in einfachen Worten?
§ 20 PKG behandelt "Geschäftsplan" und ist im Zusammenhang mit dem aktuellen RIS-Wortlaut zu lesen.
Was hat die Bestimmung mit Leistungsbeurteilung zu tun?
Die Bestimmung kann für Fragen rund um Beurteilung, Leistungsfeststellung, Noten oder Prüfungsergebnisse relevant sein. Entscheidend ist der konkrete Absatz und die dazu passende Fassung.
Geht es hier auch um Verfahren oder Rechtsmittel?
Bei Verfahrensbegriffen wie Frist, Zustellung, Entscheidung oder Widerspruch sollte besonders auf die formalen Voraussetzungen und die aktuelle Fassung geachtet werden.
Welche Fassung ist hier angezeigt?
Gilt in dieser Darstellung von 1. Januar 2019 bis laufend.
Ist diese Erklärung rechtsverbindlich?
Rechtsverbindlich ist der amtliche Wortlaut in der jeweils maßgeblichen Fassung. Die Erklärung auf dieser Seite hilft nur bei der Orientierung.
Die Antworten sind eine Orientierung zum angezeigten RIS-Wortlaut und keine Rechtsberatung.
Änderungshistorie
Stand und Fassungen
- Zuletzt geändert am
- 5. Juli 2022
- Fassung seit
- 1. Januar 2019
- Fassung bis
- laufend
- Lokaler Stand
- 7. Oktober 2026 05:25
Keine frühere Fassung im lokalen Cache. Der aktuelle RIS-Verweis bleibt als Originalquelle verknüpft.
RIS nennt für diese Bestimmung ein Änderungsdatum; eine frühere lokale Textfassung für einen direkten Vergleich ist derzeit nicht gespeichert.
Letzte RIS-Änderungsquellen zur gesamten Rechtsvorschrift:
- BGBl. I Nr. 5/2026 (NR: GP XXVIII RV 366 AB 380 S. 63. BR: 11763 AB 11768 S. 986.)
- BGBl. I Nr. 112/2024 (NR: GP XXVII RV 2596 AB 2673 S. 270. BR: AB 11539 S. 969.)
- BGBl. I Nr. 36/2022 (NR: GP XXVII RV 1364 AB 1374 S. 147. BR: 10912 AB 10944 S. 939.)
- BGBl. I Nr. 100/2018 (NR: GP XXVI RV 329 AB 413 S. 57. BR: 10079 AB 10082 S. 888.)
Die Änderungshinweise werden aus RIS-Metadaten und lokal vorhandenen Fassungen abgeleitet; eine redaktionelle Gesetzesmaterialien-Auswertung ist damit nicht verbunden.
Rückverweise
Judikatur-Auswertung
Was zeigt die Rechtsprechung zu diesem Paragraphen?
- Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend? 5
- Bundesverwaltungsgericht6
- Verwaltungsgerichtshof (VwGH)5
Bei 11 lokal gefundenen Entscheidungen ist nur eine vorsichtige Einordnung sinnvoll. Der erkennbare Schwerpunkt liegt auf "Welche Rechte oder Pflichten von Schülern, Eltern, Schulen oder Behörden waren entscheidend?". Am häufigsten erscheint Bundesverwaltungsgericht in den Treffern. Eine belastbare inhaltliche Linie sollte anhand der einzelnen Entscheidungen geprüft werden.
Diese Auswertung basiert auf lokal gecachten RIS-Treffern und ersetzt keine juristische Prüfung.
Entscheidungen
Bundesverwaltungsgericht · TextBundesverwaltungsgericht · W204 2003883-1 · 20. Oktober 2014W204 2003883-1 · 20. Oktober 2014 · ECLI:AT:BVWG:2014:W204.2003883.1.00B-VG Art.133 Abs4 · FMABG §22 Abs2a · PKG §1 · PKG §20 Abs4 · PKG §4 · PKG §46a Abs1 · PKG §46a Abs1 Z16 · VStG 1950 §19 Abs1 · VStG 1950 §19 Abs2 · VStG 1950 §21 · VStG 1950 §31 Abs2 · VStG 1950 §5 Abs1 · VStG 1950 §5 Abs2 · VStG 1950 §64 Abs1 · VStG 1950 §64 Abs2 · VStG 1950 §9 Abs1 · VStG 1950 §9 Abs2 · VStG 1950 §9 Abs7 · VwGVG §50 · VwGVG §52 Abs8 · WAG 2007 §18 Abs3Bundesverwaltungsgericht · TextBundesverwaltungsgericht · W204 2010603-1 · 20. Oktober 2014W204 2010603-1 · 20. Oktober 2014 · ECLI:AT:BVWG:2014:W204.2010603.1.00B-VG Art.133 Abs4 · FMABG §22 Abs2a · PKG §1 · PKG §20 Abs4 · PKG §4 · PKG §46a Abs1 · PKG §46a Abs1 Z16 · VStG 1950 §19 Abs1 · VStG 1950 §19 Abs2 · VStG 1950 §21 · VStG 1950 §31 Abs2 · VStG 1950 §5 Abs1 · VStG 1950 §5 Abs2 · VStG 1950 §64 Abs1 · VStG 1950 §64 Abs2 · VStG 1950 §9 Abs1 · VStG 1950 §9 Abs2 · VStG 1950 §9 Abs7 · VwGVG §50 · VwGVG §52 Abs8 · WAG 2007 §18 Abs3Bundesverwaltungsgericht · TextBundesverwaltungsgericht · W204 2003887-1 · 20. Oktober 2014W204 2003887-1 · 20. Oktober 2014 · ECLI:AT:BVWG:2014:W204.2003887.1.00B-VG Art.133 Abs4 · FMABG §22 Abs2a · PKG §1 · PKG §20 Abs4 · PKG §4 · PKG §46a Abs1 · PKG §46a Abs1 Z16 · VStG 1950 §19 Abs1 · VStG 1950 §19 Abs2 · VStG 1950 §21 · VStG 1950 §31 Abs2 · VStG 1950 §5 Abs1 · VStG 1950 §5 Abs2 · VStG 1950 §64 Abs1 · VStG 1950 §64 Abs2 · VStG 1950 §9 Abs1 · VStG 1950 §9 Abs2 · VStG 1950 §9 Abs7 · VwGVG §50 · VwGVG §52 Abs8 · WAG 2007 §18 Abs3Bundesverwaltungsgericht · TextBundesverwaltungsgericht · W204 2010604-1 · 20. Oktober 2014W204 2010604-1 · 20. Oktober 2014 · ECLI:AT:BVWG:2014:W204.2010604.1.00B-VG Art.133 Abs4 · FMABG §22 Abs2a · PKG §1 · PKG §20 Abs4 · PKG §4 · PKG §46a Abs1 · PKG §46a Abs1 Z16 · VStG 1950 §19 Abs1 · VStG 1950 §19 Abs2 · VStG 1950 §21 · VStG 1950 §31 Abs2 · VStG 1950 §5 Abs1 · VStG 1950 §5 Abs2 · VStG 1950 §64 Abs1 · VStG 1950 §64 Abs2 · VStG 1950 §9 Abs1 · VStG 1950 §9 Abs2 · VStG 1950 §9 Abs7 · VwGVG §50 · VwGVG §52 Abs8 · WAG 2007 §18 Abs3Bundesverwaltungsgericht · TextBundesverwaltungsgericht · W204 2003889-1 · 19. August 2014W204 2003889-1 · 19. August 2014 · ECLI:AT:BVWG:2014:W204.2003889.1.00AVG 1950 §66 Abs4 · B-VG Art.133 Abs4 · FMABG §22 Abs2a · PKG §1 Abs2 · PKG §20 Abs4 · PKG §46a Abs1 Z16 · VStG 1950 §31 Abs1 · VStG 1950 §31 Abs2 · VStG 1950 §31 Abs2 Z4 · VStG 1950 §45 Abs1 Z2 · VStG 1950 §9 Abs1 · VwGVG §28 Abs1 · VwGVG §31 Abs1 · VwGVG §38 · VwGVG §50Bundesverwaltungsgericht · TextBundesverwaltungsgericht · W204 2010601-1 · 19. August 2014W204 2010601-1 · 19. August 2014 · ECLI:AT:BVWG:2014:W204.2010601.1.00AVG 1950 §66 Abs4 · B-VG Art.133 Abs4 · FMABG §22 Abs2a · PKG §1 Abs2 · PKG §20 Abs4 · PKG §46a Abs1 Z16 · VStG 1950 §31 Abs1 · VStG 1950 §31 Abs2 · VStG 1950 §31 Abs2 Z4 · VStG 1950 §45 Abs1 Z2 · VStG 1950 §9 Abs1 · VwGVG §28 Abs1 · VwGVG §31 Abs1 · VwGVG §38 · VwGVG §50Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · RechtssatzVerwaltungsgerichtshof (VwGH) · 2011/17/0263 · 27. Januar 20142011/17/0263 · 27. Januar 2014 · ECLI:AT:VWGH:2014:2011170263.X02PKG 1990 §12 Abs2; · PKG 1990 §20 Abs4 idF 2005/I/037; · PKG 1990 §36 Abs1 Z8;Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · RechtssatzVerwaltungsgerichtshof (VwGH) · 2009/17/0232 · 27. Februar 20132009/17/0232 · 27. Februar 2013 · ECLI:AT:VWGH:2013:2009170232.X04AVG §8; · PKG 1990 §20 Abs4;Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · RechtssatzVerwaltungsgerichtshof (VwGH) · 2004/06/0182 · 25. April 20062004/06/0182 · 25. April 2006 · ECLI:AT:VWGH:2006:2004060182.X02PKG 1990 §20; · RAO 1868 §49; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §15; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §18; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §3 Abs1; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §3 Abs2;Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · RechtssatzVerwaltungsgerichtshof (VwGH) · 2004/06/0182 · 25. April 20062004/06/0182 · 25. April 2006 · ECLI:AT:VWGH:2006:2004060182.X03Geschäftsplan Zusatzpension Versorgungseinrichtung RAK Wr Pkt5.3; · PKG 1990 §20; · RAO 1868 §49; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §11; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §15; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §18; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §3 Abs1; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §3 Abs2;Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · RechtssatzVerwaltungsgerichtshof (VwGH) · 2004/06/0182 · 25. April 20062004/06/0182 · 25. April 2006 · ECLI:AT:VWGH:2006:2004060182.X04Geschäftsplan Zusatzpension Versorgungseinrichtung RAK Wr; · PKG 1990 §20; · RAO 1868 §49; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §15; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §18; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §3 Abs1; · Satzung Versorgungseinrichtung RAK Wr 1997 TeilB §3 Abs2;Gesetze
VKRStV 2013 · Verwaltungskostenrückstellungsverordnung 2013§ 1KurztitelKundmachungsorganTypV§/Artikel/AnlageInkrafttretensdatumAbkürzungVKRStV 2013Index57/03 Betriebliche und private AltersvorsorgeBeachteIst erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2012 beginnen (vgl. § 5).TextAllgemeines§ 1. (1) Die geschäftsplanmäßige Rückstellung für die nach Pensionsbeginn anfallenden Verwaltungskosten (Verwaltungskostenrückstellung) ist unter...
WTBG 2017 · Wirtschaftstreuhandberufsgesetz 2017§ 180KurztitelKundmachungsorganTypBG§/Artikel/AnlageInkrafttretensdatumAbkürzungWTBG 2017Index36 WirtschaftstreuhänderTextVorsorgeeinrichtungen§ 180. (1) Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder kann zur Vorsorge für den Fall der Krankheit ihrer ordentlichen Mitglieder, deren Angehörigen und deren eingetragenen Partnern sowie sonstiger Personen auch Einrichtungen schaffen, welche die...