Nein, Perfektion heißt, dass die Sache lieferbereit ist und eben nur mehr die tatsächliche Übergabe fehlt.

Ein Vertrag ist perfekt, wenn er abwicklungsreif ist. Das bedeutet es gibt keine aufschiebende Bedingung mehr, der Preis ist festgesetzt und die Ware individuell bestimmt Speziesschuld. Ab diesem Zeitpunkt gilt PERICULUM EST EMPTORES, sprich der zufällige Untergang trifft den Käufer nicht mehr den Eigentümer.

Beispiel

A möchte eine Kuh von B um 100 kaufen die Kühe sind aber noch am Berg. Der Sklave des B treibt eine Kuh von der Weide ins Tal, dabei trifft sie der Blitz. Ohne dem Zutun des A liegt keine Perfektion vor, es gilt CASUM SENTIT DOMINUS, A kann noch immer eine Kuh auswählen und mit der actio empti auch einklagen.

 

ZUM NEWSLETTER ANMELDEN

Dadurch erhalten Sie in regelmäßigen Abständen Informationen zu Rechtsnews, zu RechtEasy und zu spannenden Stelleninseraten.
ANMELDEN

Hat dieser Artikel geholfen?0010