Der Begriff Väterkarenz wird in Österreich verwendet, das Schlagwort umschreibt Bestrebungen der Familienpolitik, dass neben den Müttern zunehmend auch Väter die Betreuung ihrer Kleinkinder übernehmen.

Der Begriff der Väterkarenz geht über den Vaterschaftsurlaub als Frühkarenz nach der Geburt hinaus. Durch Ausdehnung des Kindergeld|Kinder bzw. Karenzgeldes auf berufstätige Väter, wenn sie sich mindestens einige Monate Karenzierung  karenzieren lassen, steigt der Anspruch auf Kindergeld über jenen Zeitraum hinaus, den die Sozialpolitik traditionell für junge Mütter vorgesehen hat. Daneben gibt es aber auch andere Formen zeitweiliger Erwerbsunterbrechung oder -reduzierung für die Familienpflege unabhängig vom Alter der Kinder vorgesehen.

Die Väterkarenz kommt aus den skandinavischen Sozialmodellen, so sieht das schwedische Modell mehrere Formen zeitweiliger Erwerbsunterbrechung oder -reduzierung für die Familienpflege unabhängig vom Alter der Kinder, mit Lohnersatzleistung vor. Es wird in Mitteleuropa etwa in Österreich als Leitbild genommen.

Siehe auch

  • Väterbewegung

Weblinks

  • http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer 10008674 Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Väter-Karenzgesetz, Fassung vom 22. Juni 2014 Druckansicht

Quellen & Einzelnachweise

http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%A4terkarenz 17.11.2014

Sabine Beckmann: Die geteilte Arbeit? Möglichkeiten einer sozialpolitischen Steuerung des Careverhaltens von Männern. In: Zeitschrift für Familienforschung. 19. Jahrgang, Heft 3, Verlag Barbara Budrich, 2007, S. 371-392. Referiert in: Christina Luef: Die Sorge um unbezahlte Arbeit. Der Einfluss sozialpolitischer Regelungen auf die Verteilung unbezahlter Arbeit zwischen Männern und Frauen. In: Informationsdienst des Österreichischen Instituts für Familienforschung, Universität Wien (Hrsg.): beziehungsweise. Nr. 01/08 (pdf , univie.ac.at, abgerufen am 29. Juli 2011).

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