Es wird zwischen zwei Formen der Mehrarbeit unterschieden:

  • Überstunden, das sind jene Arbeitsstunden, die das gesetzlich festgelegte Ausmaß der Normalarbeitszeit das sind 8 Stunden pro Tag bzw. 40 Stunden pro Woche überschreiten
  • Mehrarbeitsstunden kurz Mehrarbeit genannt, das sind jene Arbeitsstunden, die “zwischen“ einer branchenbezogen kollektivvertraglich oder vertraglich verkürzten Arbeitszeit und der gesetzlich festgelegten Normalarbeitszeit liegen

Die Arbeitszeit ist je nach Kollektivvertrag auf 37,5 bei Staatsbediensteten, 38,5 oder 40 Stunden festgelegt. Je nach Kollektivvertrag können 1 ½ bis 7 ½ Mehrarbeitsstunden verrechnet werden. Für Mehrarbeitsstunden muss vom Arbeitgeber nur der normale Stundenlohn bezahlt werden. Sie werden meist für Vorbereitungszeiten, wie z.B. im Handel oder im Handwerk, gerechnet. Durch manche Kollektivverträge können sie auch dazu verwendet werden, auf die vollen acht Arbeitsstunden zu kommen, wie es oft in Büroberufen der Fall ist. Das hat dann zur Folge, dass man statt den vorgeschriebenen 38,5 Stunden 40 Stunden die Woche arbeitet.

In Österreich wird für Überstunden ein Überstundenzuschlag verrechnet. Der normale Zuschlag für eine Überstunde beträgt 50 % und der erhöhte beträgt 100 %. Der erhöhte Zuschlag wird z. B. bei Nacht- und Feiertagsarbeit verrechnet. Bei der Mehrarbeit war bis zum 31. Dezember 2008 nur der Zuschlag für die ersten fünf Überstunden steuerlich begünstigt. Mit 1. Januar 2009 wurde diese Freimenge auf 10 Stunden erhöht.http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=462287&DstID=0
Bei bestimmten Kollektivverträgen und Arbeitszeitmodellen z.B. „Gleitzeitmodell“ im IT-KV ist hingegen ein einheitlicher Zuschlag, unabhängig vom Zeitpunkt der Erbringung, von 65% vorgesehen. https://www.wko.at/Content.Node/branchen/oe/sparte_iuc/Unternehmensberatung-und-Informationstechnologie/IT_Dienstleistung/IT_KV/IT-Kollektivvertrag.html IT-Kollektivvertrag

Beim 13. und 14. Gehalt Urlaubs- und Weihnachtsgeld muss wenn es im Kollektivvertrag vereinbart ist eine durchschnittlich geleistete Überstundenanzahl berücksichtigt werden.

Weiters gibt es noch den Zeitausgleich, der 1:1,5 erfolgen kann. Das heißt, dass man für eine geleistete Arbeitsstunde Vorholzeit anderthalb Stunden frei bekommt.

Bei Teilzeitbeschäftigten, also Arbeitnehmern, die die gesetzlich vorgeschriebene Normalarbeitszeit nicht erreichen, muss seit 1. Jänner 2008 ein Zuschlag von 25 % für die Mehrarbeitsstunden, also die Stunden zwischen der vertraglich vereinbarten und der Normalarbeitszeit, geleistet werden. Arbeitnehmer müssen den Mehrarbeitszuschlag jedoch auch bekommen, wenn Zeitausgleich vereinbart ist.

Quellen & Einzelnachweise

http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrarbeit#Regelung_in_.C3.96sterreich 15.12.2014

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