In dieser Episode des RechtEasy Podcasts spricht Manuel Roessler mit einer Expertin aus dem Verlagswesen über einen oft übersehenen Karriereweg für Jus-Studierende: die Arbeit im juristischen Fachverlag. Ihr Name:
Katharina Echerer
Gemeinsam beleuchten sie, wie juristische Programme und Bücher entstehen, wer entscheidet, welche Themen und Stimmen sichtbar werden und welche Herausforderungen das Verlagsleben im digitalen Zeitalter mit sich bringt. Es geht um Karriereentscheidungen abseits des klassischen juristischen Wegs, um Innovation und Tradition im Print- und Onlinebereich, die Rolle von Netzwerken sowie die wirtschaftlichen und inhaltlichen Überlegungen hinter jedem neuen juristischen Werk. Erfahrt, wie Verlagsteams ticken, warum das berühmte „Orakel“ am Juridikum noch immer Rat gibt und was die Zukunft für Fachverlage im Zeitalter von KI und Datenbanken bereithält.
Viel Freude beim Zuhören!
Zeitstempel Überblick
- 00:00 Wechsel vom Jus zur Verlagswelt
- 06:11 Inhalte planen und vermarkten
- 07:36 Studienbereich und universitäre Literatur
- 10:36 Diskussion über Print vs. Online-Bindungen
- 13:48 Herausforderungen bei der Projektplanung
- 19:17 Wechselnde Verlagsbindungen in der Branche
- 22:02 Herausforderungen mit KI in Fachzeitschriften
- 24:31 Lizenzierung und KI-Integration in der Berufswelt
- 29:44 Erfahrung mit Gesetzestexte und Flexlex
- 31:52 Die Gründung von flexlex
- 37:24 Vorteile eines kleinen, kreativen Teams
- 38:31 Freundschaften mit Autorinnen und Autoren
❇️ Schlüsselthemen & Aufzählungspunkte
Einstieg ins Verlagswesen und Karriereweg
- Unterschied zwischen klassischen Printprojekten und heutigen Content-Projekten
- Biografie: Jus-Studium in Graz, Gerichtsjahr, Einstieg in eine Anwaltskanzlei
- Wechsel ins Verlagswesen durch Zufall und Empfehlung
- Entwicklung von der Lektorin zur Programmgestaltung im Verlag
- Empfehlung an Jurist:innen, Verlage als Karriereoption zu sehen
Arbeitsalltag und Aufgabenbereiche im Verlag
- Typischer Tagesablauf: E-Mails, Termine mit Autor:innen, Teamkoordination
- Bedeutung des Lektorats versus Content Creation
- Kreative Arbeit mit neuen Themen, Produkten und Gesetzesänderungen
- Verantwortung im Content-Bereich Recht, Steuern, Wirtschaft
- Notwendigkeit juristischen Grundverständnisses für die Rolle
Facultas Verlag: Alleinstellungsmerkmale und Produkte
- Starke Position im Studienbereich, insbesondere bei Jus-Studierenden
- Eigenständige Buchhandlungen und Druckerei als Wettbewerbsvorteil
- Bedeutung des Printbereichs, speziell bei Studienliteratur
- Verhältnis Print zu Online bei Fach- und Studienliteratur
Rolle und Einfluss von Buchhändlerpersönlichkeiten („Das Orakel“)
- Bedeutung von beratenden Mitarbeitenden (z.B. Reinhard am Juridikum, René an der WU)
- Zusammenarbeit mit diesen für Feedback und Produktentwicklung
Wirtschaftlichkeit und Auswahl von Projekten
- Abwägung von Qualität vs. wirtschaftlicher Erfolg
- Herausforderungen bei der Planbarkeit von Projekten, u.a. wegen Zeitplänen der Autor:innen
- Absagen von Nischenthemen mangels Wirtschaftlichkeit und fehlenden Förderungen
- Kriterien für erfolgreichen Content: prominente Autor:innen, Aktualität, Qualität, Markttiming
Wettbewerb & Zusammenarbeit zwischen Verlagen
- Beschreibung der Verlagslandschaft als kleine „Familie“ in Österreich
- Konkurrenz- und Kooperationsmechanismen zwischen Verlagen
- Umgang mit Autor:innen, Loyalität und Wechsel zwischen Verlagen
- Bedeutung von Netzwerk und persönlichen Verbindungen
Innovationen und Legal Tech Produkte
- Flexlex als Beispiel für innovative Gesetzestext-Tools
- Entstehungsgeschichte und Übernahme durch Facultas
- Individualisierung und digitale Features (QR-Codes, Updates)
- Zusammenarbeit mit Studiengangsleitungen für Prüfungskompatibilität
- Überlegungen zu weiteren Legal Tech Tools und Digitalisierung
- Lizenzierung von Content in juristischen Datenbanken und Überlegungen zu eigenen Plattformen
Digitalisierung, KI und Zukunft des juristischen Publizierens
- Diskussion über den Fortbestand des Buchs im digitalen Zeitalter
- KI im Autor:innenschaftsprozess, Herausforderungen bei Urheberrecht und Honorar
- Integration von Facultas-Content in KI-Tools und Datenbanken
- Entwicklungstendenzen von Print zu Online, potentielle Veränderungen im Jus-Studium durch KI
Bewerbungsprozesse und Teamkultur bei Facultas
- Wichtigkeit von persönlicher Passung und Offenheit im Bewerbungsprozess
- Soft Skills vs. Fachliche Skills
- Eigenschaften, die im Verlag besonders geschätzt werden (Kommunikationsfähigkeit, Netzwerk)
- Ungeeignete Einstellungen für das Verlagsleben
Sichtbarkeit des Verlagswesens im Jus-Studium
- Gründe für die Unsichtbarkeit dieser Karriereoption im Studium
- Bemühungen um mehr Präsenz auf Events und Sichtbarkeit des Verlags
Persönliche Rückblicke und Ausblick
- Besondere Momente: Zusammenarbeit mit Autor:innen, erfolgreiche Projekte, Freude an Produktpräsentationen
- Erwartungen an den Wandel im Verlagsalltag in den nächsten fünf bis zehn Jahren
- Überzeugung, dass es immer Menschen für guten Content braucht, unabhängig von der Technologie





