Ein Rechtsakt lat. actus iuridicus ist eine Rechtshandlung, die auf die Erzeugung einer Rechtsfolge abzielt. Der Inhalt der Rechtsfolge kann abstrakt Allgemeinverfügung oder Rechtsnorm oder konkret auf einen Einzelfall bezogen sein Einzelverfügung, Einzelfallentscheidung.

Der Rechtsakt kann schriftlich, mündlich oder konkludent durch schlüssiges Verhalten ergehen. Zu den hoheitlichen und Behörde behördlichen, in aller Regel schriftlichen Rechtsakten gehören beispielsweise:

  • Gesetze,
  • Völkerrechtlicher Vertrag völkerrechtliche Verträge,
  • Verwaltungsakte,
  • Statuten,
  • Verordnungen,
  • Satzungen,
  • Gerichtsentscheidungen z. B. ein Urteil.

Privatrechtliche Rechtsakte sind Willenserklärungen und werden meist als Rechtsgeschäft bezeichnet. Der Gegenbegriff zum Rechtsakt ist der Realakt, also das faktische schlichte Handeln, das nicht auf eine Rechtsfolge abzielen muss, sondern einen Sachverhalt schafft, der einen rechtlichen Tatbestand verwirklichen und damit eine Rechtsfolge auslösen kann. Der Oberbegriff für Rechtsakte und Realakte ist die Rechtshandlung jedes Handeln im rechtlichen Raum.

Quellen

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsakt 04.11.2014

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