Von subjektiven Tatbestandsmerkmalen spricht man, bei den Merkmalen, die das innere psychische Verhältniss des Täters zur Tat beschreiben. Umstritten ist welche subjektiven Merkmale den Unrechtsgehalt d.h. Prüfungsstandort subjektiver Tatbestand bestimmen und welche den Schuldgehalt d.h. Prüfungsstandort Schuld. Die neuere Lehre ordnet dem Unrechtstatbestand die Merkmale zu, die den Handlungsunwert oder die besondere Art und Weise der Tathandlung näher beschreiben. Als Schuldmerkmale sind dagegen die Elemente einzuordnen, die auschliesslich den Mangel an Rechtsgesinnung beschreiben, der in der Tat zum Ausdruck kommt.

Umstritten ist auch die Frage, ob der Vorsatz als Merkmal dem Handlungsunrechts zuzuordnen ist oder ob er lediglich die Schuldform bestimmt. Die soziale Handlungslehre ordnet den Vorsatz dem subjektiven Unrechtstatbestand zu, da sich in der Regel erst aus der objektiven Handlung und dem Vorsatz das Unrecht ergibt z.B. lässt sich das Unrecht der Unterschlagungshandlung erst mit dem Vorsatz der Zueignung begründen. Zeitgleich wird dem Vorsatz neben dieser Funktion als Verhaltensform aber auch eine Funktion als Schulform zuerkannt. Hier begründet er den Gesinnungsunwert des Täters. Relevant, d.h. in einer Prüfung anzusprechen, ist der Vorsatz als Schuldform nur beim sog. Erlaubnistatbstandsirrtum.

Quellen

http://www.lexexakt.de/glossar/tatbestandsmerkmale.php 27.10.2014


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