Verwaltungsrecht

Im Verwaltungsrecht die gänzliche oder teilweise Beseitigung eines Verwaltungsakts durch die Verwaltung; sie ist entweder Rücknahme (bei rechtswidrigen Verwaltungsakten) oder Widerruf (bei rechtmäßigen Verwaltungsakten).

Privatrecht

Im Privatrecht ist die A. eines Vertrags die grundsätzlich zulässige Beseitigung des Vertrags durch einen gegenläufigen Aufhebungsvertrag (actus contrarius).

Eherecht

Die Eheaufhebung ist eine gerichtlich verfügte Beendigung einer Ehe aufgrund fehlerhafter Eheschließung. Sie ist von der Ehescheidung zu unterscheiden, die ebenfalls auf Antrag vom Gericht durch einen gestaltenden Beschluss verfügt werden kann. Die Aufhebung ist neben der Scheidung und dem Tod der Ehegatten der dritte Grund, weshalb eine wirksam geschlossene Ehe enden kann. Ebenso ist sie zu unterscheiden von einer Nichtehe, bei der ein so schwerer Mangel vorliegt, dass erst gar keine wirksame Ehe entsteht.

Es kann eine Ehe in folgenden Fällen aufgehoben werden:

  • Mangel der Einwilligung des gesetzlichen Vertreters
  • Irrtum
    • über die Eheschließung oder über die Person des anderen Ehegatten (z. B. Zwillingsbruder als Bräutigam)
    • über Umstände, die die Person des anderen Ehegatten betreffen (z. B. Nichtaufklärung über verbrecherische Vergangenheit)
  • Arglistige Täuschung (Bewirkung eines Irrtums durch den Einsatz von List)
  • Drohung (Willensbeugung durch Versetzen in eine Zwangslage)

Quellen]

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