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Gesamte Rechtsvorschrift
§ 1
§ 1 Erfordernisse zur Ausübung des Patentanwaltsberufes
Fassung: 10. Januar 2008 bis laufend
ABSCHNITT I
Erfordernisse zur Ausübung des Patentanwaltsberufes
§ 1. (1) Der Beruf des Patentanwalts ist ein freier Beruf. Zur Ausübung dieses Berufs ist vorbehaltlich § 1a Abs. 1 und § 16a Abs. 1 nur befugt, wer in die Liste der Patentanwälte eingetragen ist.
(2) Die in der Liste der Patentanwälte eingetragenen Patentanwälte bilden die Patentanwaltskammer (Abschnitt IV).
(3) Die Liste der Patentanwälte und die Liste der Patentanwalts-Gesellschaften sind von der Patentanwaltskammer zu führen.
§ 1a
§ 1a
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
§ 1b
§ 1b
Fassung: 10. Januar 2008 bis laufend
§ 2
§ 2
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
§ 2a
§ 2a
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 3
§ 3
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 4
§ 4
Fassung: 10. Januar 2008 bis laufend
§ 5
§ 5
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 6
§ 6
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 7
§ 7
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 7a
§ 7a
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 8
§ 8 Patentanwaltsprüfung und Eignungsprüfung
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
ABSCHNITT II
Patentanwaltsprüfung und Eignungsprüfung
§ 8. (1) Die Patentanwaltsprüfung (§ 2 Abs. 1 lit. f) ist beim Patentamt in deutscher Sprache abzulegen. Der Prüfungskandidat ist zur Prüfung zuzulassen, wenn die im § 2 Abs. 1 lit. a, b, d und e vorgesehenen Erfordernisse für die Eintragung in die Liste der Patentanwälte erfüllt sind. Über das Ansuchen um Zulassung zur Patentanwaltsprüfung hat der Präsident des Patentamts nach Anhörung der Patentanwaltskammer zu entscheiden.
(2) Für das Ansuchen ist eine Gebühr von 500 € an das Patentamt zu zahlen.
(3) Das Ansuchen um Zulassung gilt gleichzeitig als Anmeldung zur ersten Prüfung. Für jede Wiederholung der Prüfung ist beim Patentamt eine gesonderte schriftliche Anmeldung einzureichen, wobei diese Anmeldung spätestens drei Monate vor der Wiederholung der Prüfung beim Patentamt eingelangt sein muss.
(4) Für die Anmeldung zur Wiederholung der Prüfung ist eine Gebühr von 300 Euro an das Patentamt zu zahlen. Die Entrichtung der Gebühr muss spätestens drei Monate vor der Wiederholung der Prüfung veranlasst sein.
(5) Wenn seit der Anmeldung zur ersten Prüfung, seit der zuletzt wirksam erfolgten Anmeldung zur Wiederholung der Prüfung oder seit der letzten Erneuerung einer Anmeldung drei Jahre verstrichen sind, ist vor dem Antreten zu einer Prüfung die Anmeldung durch schriftliche Eingabe beim Patentamt zu erneuern. Für eine Erneuerung der Anmeldung sind keine Gebühren zu entrichten, jedoch kommt die Frist gemäß Abs. 3 zweiter Satz zur Anwendung.
§ 9
§ 9
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 10
§ 10
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 11
§ 11
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 12
§ 12
Fassung: 10. Januar 2008 bis laufend
§ 14
§ 14
Fassung: 23. März 1983 bis laufend
§ 15
§ 15
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 15a
§ 15a
Fassung: 17. Dezember 2009 bis laufend
§ 15b
§ 15b
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 16
§ 16 Rechte und Pflichten der Patentanwälte
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
ABSCHNITT III
Rechte und Pflichten der Patentanwälte
§ 16. (1) Der Patentanwalt ist zur berufsmäßigen Beratung auf dem Gebiet des Erfindungs-, Sortenschutz-, Halbleiterschutz-, Kennzeichen- und Musterwesens, ferner zur berufsmäßigen Vertretung vor dem Patentamt, in Rechtsmittelverfahren gegen Entscheidungen des Patentamts vor dem Oberlandesgericht Wien sowie in Angelegenheiten des Sortenschutzes vor den zuständigen Verwaltungsbehörden berechtigt.
(2) In Rechtsstreitigkeiten, deren Gegenstand Angelegenheiten des Abs. 1 sind, ist auf Antrag einer Partei ihrem Patentanwalt das Wort zu gestatten.
(3) Patentanwälte, die in Ausübung ihrer Berufstätigkeit an mündlichen Verhandlungen vor der Nichtigkeitsabteilung des Patentamtes teilnehmen, sind zum Tragen eines Amtskleides berechtigt. Durch Verordnung des Präsidenten des Patentamtes werden die näheren Bestimmungen über die Form des Amtskleides getroffen.
(4) Der Patentanwalt ist zur berufsmäßigen Erstellung von Gutachten und zur Tätigkeit als Sachverständiger auf den im Abs. 1 genannten Gebieten berechtigt.
§ 16a
§ 16a
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 16b
§ 16b
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 16c
§ 16c
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 17
§ 17
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 18
§ 18
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 19
§ 19
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 20
§ 20
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 21
§ 21
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 21a
§ 21a
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 22
§ 22
Fassung: 10. Januar 2008 bis laufend
§ 23
§ 23
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 24
§ 24
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
§ 25
§ 25
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
§ 25a
§ 25a
Fassung: 17. Dezember 2009 bis laufend
§ 26
§ 26
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 27
§ 27
Fassung: 10. Januar 2008 bis laufend
§ 28
§ 28
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 29
§ 29
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 29a
§ 29a
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
§ 29b
§ 29b
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 29c
§ 29c
Fassung: 11. August 2001 bis laufend
§ 29d
§ 29d
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
§ 30
§ 30 Patentanwaltskammer
Fassung: 19. November 2005 bis laufend
ABSCHNITT IV
Patentanwaltskammer
§ 30. (1) Die Patentanwaltskammer ist eine Körperschaft öffentlichen Rechtes. Sie hat ihren Sitz in Wien.
(2) Die Patentanwaltskammer ist berechtigt, das Bundeswappen mit der Aufschrift „Österreichische Patentanwaltskammer“ zu führen.
(3) Die Patentanwaltskammer untersteht nach Maßgabe der Bestimmungen dieses Bundesgesetzes der Aufsicht des Präsidenten des Patentamtes.
§ 31
§ 31
Fassung: 10. Januar 2008 bis laufend
§ 32
§ 32
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 33
§ 33
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 34
§ 34
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
§ 34a
§ 34a
Fassung: 14. April 2021 bis laufend
§ 35
§ 35
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
§ 36
§ 36
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 37
§ 37
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 38
§ 38
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 39
§ 39
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 40
§ 40
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 41
§ 41
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 42
§ 42
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 43
§ 43
Fassung: 11. August 2001 bis laufend
§ 44
§ 44 Disziplinarbestimmungen
Fassung: 19. November 2005 bis laufend
ABSCHNITT V
Disziplinarbestimmungen
§ 44. (1) Die Aufsicht über die in der Liste der Patentanwälte eingetragenen Patentanwälte übt zunächst der Vorstand der Patentanwaltskammer gemäß den Bestimmungen dieses Abschnittes aus.
(2) Das Aufsichtsrecht steht dem Präsidenten des Patentamtes zu.
§ 45
§ 45
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 46
§ 46
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 47
§ 47
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 48
§ 48
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 49
§ 49
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 50
§ 50
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 51
§ 51
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 52
§ 52
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 53
§ 53
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 54
§ 54
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 55
§ 55
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 56
§ 56
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 57
§ 57
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 58
§ 58
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 59
§ 59
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 60
§ 60
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 61
§ 61
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 62
§ 62
Fassung: 11. August 2001 bis laufend
§ 63
§ 63
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 64
§ 64
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 65
§ 65
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 66
§ 66
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 67
§ 67
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 68
§ 68
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 69
§ 69
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 70
§ 70
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 71
§ 71
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 72
§ 72
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 73
§ 73
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 74
§ 74
Fassung: 11. August 2001 bis laufend
§ 75
§ 75
Fassung: 7. Juli 1967 bis laufend
§ 76
§ 76 Schutz der Berufsbezeichnung „Patentanwalt“
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
ABSCHNITT VI
Schutz der Berufsbezeichnung „Patentanwalt“
§ 76. (1) Wer sich vorbehaltlich des Abs. 2 der Berufsbezeichnung „Patentanwalt“ bedient, ohne in die Liste der Patentanwälte eingetragen zu sein, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist mit einer Geldstrafe bis zu 4 360 € zu bestrafen.
(2) Dienstleistende Vertreter, die auf Grund ausländischer Vorschriften die Berufsbezeichnung „Patentanwalt“ oder eine andere vergleichbare Bezeichnung zu führen berechtigt sind, dürfen in Österreich diese Berufsbezeichnung nur mit den in § 16b Abs. 3 erster Satz enthaltenen zusätzlichen Hinweisen führen.
(3) Von der Einleitung eines Verfahrens gemäß Abs. 1 ist die Patentanwaltskammer zu verständigen. Ihr kommt Parteistellung im Sinn des § 8 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991, BGBl. Nr. 51, zu. Gegen die Einstellung des Verfahrens steht ihr die Beschwerde zu. § 56 Abs. 3 des Verwaltungsstrafgesetzes 1991 findet hiebei Anwendung.
§ 77
§ 77 Verfahrensbestimmungen
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
ABSCHNITT VII
Verfahrensbestimmungen
§ 77. Soweit nichts anderes bestimmt ist, ist auf die nach diesem Bundesgesetz durchzuführenden Verfahren sowie die vom Präsidenten des Patentamts und von den Organen der Patentanwaltskammer erlassenen Entscheidungen und Verfügungen das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz 1991 anzuwenden.
§ 77a
§ 77a Übergangs- und Schlussbestimmungen
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
ABSCHNITT VIII
Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 77a. Die Zuständigkeit zur Weiterführung der mit Ablauf des 31. Dezember 2013 anhängigen Verfahren des Disziplinarsenates geht auf das Verwaltungsgericht des Landes über.
§ 77b
§ 77b
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 78
§ 78
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
§ 79
§ 79
Fassung: 11. August 2001 bis laufend
§ 79a
§ 79a
Fassung: 23. Mai 2019 bis laufend
§ 80
§ 80
Fassung: 17. Dezember 2009 bis laufend
§ 80a
§ 80a
Fassung: 15. Mai 2021 bis laufend
§ 81
§ 81
Fassung: 1. Januar 2014 bis laufend
Art. 2
Art. 2 Artikel II
Fassung: 23. März 1983 bis laufend
Artikel II
(Anm.: aus BGBl. Nr. 172/1983, zu § 7, BGBl. Nr. 214/1967)
Art. I Z 3 findet auf Patentanwälte, die am 1. Jänner 1982 in einem Dienstverhältnis nach Art. I Z 3 standen, keine Anwendung.
Art. 79
Art. 79 Artikel 79
Fassung: 31. Dezember 2009 bis laufend
Artikel 79
Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen
(Anm.: aus BGBl. I Nr. 135/2009, zu den §§ 24 und 29a, BGBl. Nr. 214/1967)
(1) Art. 2 (Änderung des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuchs), Art. 3 (Änderung des Ehegesetzes), Art. 4 (Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes), Art. 6 (Änderung der Jurisdiktionsnorm), Art. 7 (Änderung des Strafgesetzbuches), Art. 27 (Änderung des Einkommensteuergesetzes 1988), Art. 28 (Änderung des Körperschaftsteuergesetzes 1988), Art. 29 (Änderung des Umsatzsteuergesetzes 1994), Art. 30 (Änderung des Bewertungsgesetzes 1955), Art. 31 (Änderung des Gebührengesetzes 1957), Art. 33 (Änderung der Bundesabgabenordnung), Art. 34 (Änderung des Alkoholsteuergesetzes), Art. 61 (Änderung des Ärztegesetzes 1998), Art. 62 (Änderung des Gehaltskassengesetzes 2002), Art. 63 (Änderung des Apothekengesetzes), Art. 72 (Änderung des Studienförderungsgesetzes), Art. 76 (Änderung des Entwicklungshelfergesetzes), Art. 77 (Änderung des Bundesgesetzes über Aufgaben und Organisation des auswärtigen Dienstes – Statut) und Art. 78 (Bundesgesetz über die Einräumung von Privilegien und Immunitäten an internationale Organisationen) treten mit 1. Jänner 2010 in Kraft.
(2) Die durch dieses Bundesgesetz geänderten Strafbestimmungen sind in Strafsachen nicht anzuwenden, in denen vor ihrem Inkrafttreten das Urteil in erster Instanz gefällt worden ist. Nach Aufhebung eines Urteils infolge Nichtigkeitsbeschwerde, Berufung, Wiederaufnahme oder Erneuerung des Strafverfahrens oder infolge eines Einspruches ist jedoch im Sinne der §§ 1 und 61 StGB vorzugehen.