Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Sie zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital eines Unternehmens ist. In der Praxis wird dafür regelmäßig die Bilanzsumme als Bezugsgröße herangezogen. Im österreichischen Unternehmensrecht ist die Eigenkapitalquote nicht als eigene Kennzahl definiert, sie wird aber aus den Bilanzposten des Jahresabschlusses nach dem Unternehmensgesetzbuch abgeleitet.

Berechnung

Die Formel lautet:

Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme x 100

Für eine aussagekräftige Berechnung muss das Eigenkapital nach denselben Rechnungslegungsvorschriften ermittelt werden wie die Bilanzsumme. Bei Kapitalgesellschaften ergibt sich das Eigenkapital aus den einschlägigen Passivposten der UGB Bilanz, insbesondere aus Nennkapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen sowie Bilanzgewinn oder Bilanzverlust.

Aussagekraft

Die Eigenkapitalquote gibt Auskunft über die Finanzierungsstruktur und die wirtschaftliche Stabilität eines Unternehmens. Je höher sie ist, desto größer ist im Regelfall der haftende Eigenmittelanteil und desto geringer ist die Abhängigkeit von Fremdkapital. Die Kennzahl ist daher vor allem für Kreditgeber, Investoren und Gesellschafter von Bedeutung. Sie sagt für sich allein aber noch nichts Endgültiges über Liquidität, Ertragskraft oder Bonität aus und muss immer gemeinsam mit weiteren Kennzahlen beurteilt werden.

Österreichischer Kontext

Im österreichischen Recht ist für die Ermittlung des Eigenkapitals vor allem die Bilanzgliederung nach dem UGB maßgeblich. Welche Posten zum Eigenkapital zählen, hängt von der Rechtsform und vom anzuwendenden Rechnungslegungsrecht ab. Für Vergleiche zwischen Unternehmen ist deshalb wichtig, dass dieselbe Bilanzierungsgrundlage verwendet wird.

Quellen

Fachbücher und Kommentare

  • Straube Manfred, Ratka Thomas, Rauter Roman Alexander Hrsg Wiener Kommentar zum UGB Rechnungslegung, 3. Auflage, MANZ, 2025
  • Wagenhofer Alfred Bilanzierung und Bilanzanalyse, 15. Auflage, Linde, 2022
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