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Bei Ausschreibungen

Mit Vadium mlat. wird bei öffentlichen Ausschreibung eine Sichehreitsleistung der Bieter bezeichnet, die den Auftraggeber vor einem Rücktritt in der Zuschlagsfrist absichert. D.h. tritt ein Bieter innerhalb der Zuschlagsfrist zurück verfällt das Vadium zugunsten des Auftraggebers. Das Vadium dient als Sicherstellung für den Fall, dass der Bieter während der Zuschlagsfrist von seinem Angebot zurücktritt; es verfällt in diesem Fall zugunsten des Auftraggebers.

Vadium ist nach BVergG 2006 § 2 Pkt. 38; ÖNorm A 2050: 3.20.1 die Sicherstellung für den Fall, dass der Bieter während der Zuschlagsfrist von seinem Angebot zurücktritt oder der Bieter nach Ablauf der Angebotsfrist behebbare wesentliche Mängel trotz Aufforderung des Auftraggebers schuldhaft nicht behebt. Wird ein Vadium verlangt, so ist dessen Höhe festzulegen. Das Vadium darf, außer in sachlich gerechtfertigten Fällen, 5 % des geschätzten Auftragswertes nicht überschreiten.vgl. § 147 EO

Bei Zwangsversteigerungen

Im Rahmen der Zwangsversteigerung wird auch die Sicherheitsleistung als Vadium bezeichnet.

Im Zusammenhang mit Zwangsversteigerungen von Liegenschaften gibt es diese Sicherstellung auch. Sie beträgt im Allgemeinen mindestens 10% des Verkehrswertes. Das Vadium ist in Bargeld oder auf andere gesetzlich zugelassene Weise bei Gericht zu erlegen in der Praxis oft in Form einer Sparurkunde und wird auf die vom Meistbietenden zu erbringenden Leistungen angerechnet. Nicht erfolgreiche Bieter erhalten ihr Vadium nach Ende des Versteigerungstermins zurück.

Quellen

http://www.lexexakt.de/glossar/vadium.php 31.10.2014


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