Reiseregistrierung für Großbritannien kostet künftig um 25 Prozent mehr – Digitale Einreisegenehmigungen weltweit im aktuellen Überblick
Digitale Reiseregistrierungen bereits für viele Länder weltweit erforderlich
Weltweit werden digitale Einreisegenehmigungen aber immer häufiger. Die Anforderungen, Kosten und Gültigkeitsdauern können dabei stark variieren. Das wohl bekannteste Beispiel ist die ESTA für die USA – auch hier stehen Änderungen ins Haus: Künftig muss man vor der Einreise wohl noch detailliertere Angaben zur eigenen Person machen, als dies bisher schon der Fall war. „Zu den erforderlichen Daten sollen etwa Angaben über Social-Media-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre oder frühere E-Mail-Adressen zählen. Bis diese erweiterte Maßnahme tatsächlich zur Anwendung kommt, wird noch einige Zeit vergehen – Reisende sollten sich jedenfalls immer rechtzeitig über mögliche Änderungen informieren“, erläutert Redel. Denn nur mit einem genehmigten ESTA-Antrag dürfen Reisende überhaupt in einen Flieger in die USA steigen.
Auch für die Einreise nach Kanada ist eine Registrierung verpflichtend. Die kanadische Reiseregistrierung „eTA“ kostet sieben kanadische Dollar und gilt fünf Jahre lang. In Neuseeland wiederum fallen bis zu 23 neuseeländische Dollar als Registrierungsgebühr an, hinzu kommen außerdem noch 100 neuseeländische Dollar an verpflichtender Tourismussteuer. Umgerechnet kostet die Einreise damit rund 60 Euro.
Auch Länder wie Sri Lanka, Vietnam oder Kuba setzen auf elektronische Reiseregistrierungen vorab. Je nach Aufenthaltsdauer liegen die jeweiligen Gebühren zwischen 24 und 50 Euro. Für Australien und Thailand sind vor der Einreise zwar eine Einreisekarte bzw. ein eVisum erforderlich, allerdings fallen hier keine Gebühren an. „Unabhängig von der Destination und den Anforderungen bei der Registrierung empfehlen wir jedenfalls, die Beantragung nicht bis zum spätestmöglichen Zeitpunkt aufzuschieben“, betont die ÖAMTC-Expertin. „Sollte dann etwas nicht funktionieren, kann das zu großem Stress und bösen Überraschungen führen.“
Vorsicht bei Drittanbietern – teils hohe Bearbeitungsgebühren
Mit kostenpflichtigen Registrierungen treten vermehrt Drittanbieter auf, die hohe Zusatzgebühren verlangen – am Ende landet man hier oft bei einem Vielfachen der eigentlichen Registrierungsgebühr. Während die offizielle Registrierung für Großbritannien also bisher 16 Pfund kostete, berechneten manche Plattformen bereits bis zu 100 Euro. „Im besten Fall zahlt man zu viel, im schlimmsten steht man auch noch ohne gültige Genehmigung am Flughafen“, warnt Redel abschließend. Reisende sollten daher gründlich prüfen, ob sie die jeweilige Registrierung auf der offiziellen Website bzw. App durchführen und skeptisch werden, wenn plötzlich höhere Gebühren verlangt werden.





