Entscheidung
OGH · 4Ob361/77; 5Ob668/77; 8Ob510/80; 3Ob504/85 (3Ob505/85); 1Ob9/85; 6Ob598/92 (6Ob599/92); 7Ob549/95; 4Ob1067/95; 6Ob142/98w; 4Ob131/99i; 6Ob47/99a; 4Ob269/04v; 8Ob1/06i; 6Ob41/09m; 4Ob155/12s; 1Ob84/14f; 10Ob49/14z · 26. August 2014
4Ob361/77; 5Ob668/77; 8Ob510/80; 3Ob504/85 (3Ob505/85); 1Ob9/85; 6Ob598/92 (6Ob599/92); 7Ob549/95; 4Ob1067/95; 6Ob142/98w; 4Ob131/99i; 6Ob47/99a; 4Ob269/04v; 8Ob1/06i; 6Ob41/09m; 4Ob155/12s; 1Ob84/14f; 10Ob49/14z · OGH · 26. August 2014
Gericht
OGH
Rechtssatznummer
RS0008298
Entscheidungsdatum
12.07.1977
Geschäftszahl
4Ob361/77; 5Ob668/77; 8Ob510/80; 3Ob504/85 (3Ob505/85); 1Ob9/85; 6Ob598/92 (6Ob599/92); 7Ob549/95; 4Ob1067/95; 6Ob142/98w; 4Ob131/99i; 6Ob47/99a; 4Ob269/04v; 8Ob1/06i; 6Ob41/09m; 4Ob155/12s; 1Ob84/14f; 10Ob49/14z
Norm
EO §394 Abs1
Rechtssatz
Eine Ersatzpflicht nach dieser Gesetzesstelle entsteht nur insoweit, als die einstweilige Verfügung die maßgebende Ursache eines Vermögensnachteiles des Gegners der gefährdeten Partei war (vergleiche SZ 26/201). Von den Kosten einer zweckentsprechenden Rechtsverteidigung im Provisorialverfahren abgesehen, können dabei nur solche Vermögensnachteile als "durch die einstweilige Verfügung verursacht" anerkannt werden, die der Antragsgegner allein durch das Vorhandensein - und die Befolgung - der gerichtlichen Sofortmaßnahme erlitten hat, somit also nicht eine Beugestrafe.
Entscheidungstexte
TE OGH 1977-07-12 4 Ob 361/77
Veröff: EvBl. 1978/55 S.156 = ÖBl 1978,52 = SZ 50/104
TE OGH 1977-12-20 5 Ob 668/77
nur: Eine Ersatzpflicht nach dieser Gesetzesstelle entsteht nur insoweit, als die einstweilige Verfügung die maßgebende Ursache eines Vermögensnachteiles des Gegners der gefährdeten Partei war (vgl. SZ 26/201). (T1); Beisatz: Hier vorherige Erhebung einer VfGH-Beschwerde, der aufschiebende Wirkung zuerkannt wurde, Ersatzbegehren daher nicht gerechtfertigt. (T2).
TE OGH 1980-05-22 8 Ob 510/80
nur T1
TE OGH 1985-02-13 3 Ob 504/85
nur T1
TE OGH 1985-05-22 1 Ob 9/85
nur T1; Veröff: JBl 1986,182
TE OGH 1993-01-21 6 Ob 598/92
Auch; Veröff: JBl 1993,733
TE OGH 1996-02-21 7 Ob 549/95
Auch; nur T1; Veröff: SZ 69/36
TE OGH 1995-10-10 4 Ob 1067/95
TE OGH 1998-05-27 6 Ob 142/98w
nur T1
TE OGH 1999-05-18 4 Ob 131/99i
Auch; nur: Eine Ersatzpflicht nach dieser Gesetzesstelle entsteht nur insoweit, als die einstweilige Verfügung die maßgebende Ursache eines Vermögensnachteiles des Gegners der gefährdeten Partei war (vergleiche SZ 26/201). Von den Kosten einer zweckentsprechenden Rechtsverteidigung im Provisorialverfahren abgesehen, können dabei nur solche Vermögensnachteile als "durch die einstweilige Verfügung verursacht" anerkannt werden, die der Antragsgegner allein durch das Vorhandensein - und die Befolgung - der gerichtlichen Sofortmaßnahme erlitten hat. (T3)
TE OGH 1999-11-25 6 Ob 47/99a
Beisatz: Die einem Antragsteller im Sinn des NÖ Vergabegesetzes und der genannten Richtlinie zuzuerkennenden Rechte werden durch ein auf § 394 EO gegründetes Kostenersatzbegehren nicht beeinträchtigt. (T4)
TE OGH 2005-02-08 4 Ob 269/04v
nur T1; Beisatz: .....einschließlich des entgangenen Gewinnes. (T5)
TE OGH 2006-06-19 8 Ob 1/06i
nur T3; Beis wie T5; Beisatz: Es geht um Schäden, die ohne die einstweilige Verfügung nicht entstanden wären. (T6)
TE OGH 2009-12-17 6 Ob 41/09m
Vgl auch; Beisatz: Die Kosten der - erfolglosen - Äußerung zum Sicherungsantrag sind nicht Gegenstand des Kostenersatzes im Hauptverfahren. (T7)
TE OGH 2012-09-18 4 Ob 155/12s
Auch; Beisatz: Welche Schäden aufgrund der einstweiligen Verfügung unter die Ersatzpflicht des Klägers fallen, richtet sich regelmäßig nach den Umständen des Einzelfalls. (T8)
TE OGH 2014-06-17 1 Ob 84/14f
Vgl auch; nur T1; nur T3; Beis wie T6
TE OGH 2014-08-26 10 Ob 49/14z
Vgl; Beisatz: Ein „Ansuchen“ im Sinne des § 394 Abs 1 2. Fall EO ist daher der Antrag auf einstweilige Verfügung, nicht jedoch jener Anspruch, der der Rechtfertigungsklage zugrunde liegt; dessen Schicksal erfasst der 1. Fall dieser Bestimmung. (T9)
European Case Law Identifier
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0008298
Normen
Kontext
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