Entscheidung
OGH · 1Ob599/90; 1Ob507/91; 1Ob502/94; 1Ob532/95; 6Ob1626/95; 3Ob541/95; 10Ob523/95; 3Ob2200/96t; 5Ob60/97b; 7Ob140/97g; 4Ob345/97g; 4Ob4/98m; 7Ob251/98g; 9Ob168/98s; 7Ob172/99s; 7Ob78/00x; 8Ob133/00t; 7Ob249/00v; 7Ob40/01k; 4Ob245/01k; 2Ob180/02p; 7Ob210/05s; 2Ob200/04g; 8Ob49/06y; 12Os95/06x (12Os96/06v); 7Ob121/07f; 2Ob208/06m; 7Ob197/07g; 4Ob100/08x; 3Ob10/09f; 4Ob178/11x; 1Ob75/12d; 9Ob56/12v; 9Ob5/13w; 8Ob63/13t; 1Ob180/15z; 1Ob155/17a; 6Ob76/18x; 5Ob25/19s; 9Ob30/22k; 9Ob71/22i; 1Ob73/24b; 3Ob48/26v; 6Ob58/26m · 30. Juni 2026
1Ob599/90; 1Ob507/91; 1Ob502/94; 1Ob532/95; 6Ob1626/95; 3Ob541/95; 10Ob523/95; 3Ob2200/96t; 5Ob60/97b; 7Ob140/97g; 4Ob345/97g; 4Ob4/98m; 7Ob251/98g; 9Ob168/98s; 7Ob172/99s; 7Ob78/00x; 8Ob133/00t; 7Ob249/00v; 7Ob40/01k; 4Ob245/01k; 2Ob180/02p; 7Ob210/05s; 2Ob200/04g; 8Ob49/06y; 12Os95/06x (12Os96/06v); 7Ob121/07f; 2Ob208/06m; 7Ob197/07g; 4Ob100/08x; 3Ob10/09f; 4Ob178/11x; 1Ob75/12d; 9Ob56/12v; 9Ob5/13w; 8Ob63/13t; 1Ob180/15z; 1Ob155/17a; 6Ob76/18x; 5Ob25/19s; 9Ob30/22k; 9Ob71/22i; 1Ob73/24b; 3Ob48/26v; 6Ob58/26m · OGH · 30. Juni 2026
Gericht
OGH
Rechtssatznummer
RS0047590
Entscheidungsdatum
30.06.2026
Geschäftszahl
1Ob599/90; 1Ob507/91; 1Ob502/94; 1Ob532/95; 6Ob1626/95; 3Ob541/95; 10Ob523/95; 3Ob2200/96t; 5Ob60/97b; 7Ob140/97g; 4Ob345/97g; 4Ob4/98m; 7Ob251/98g; 9Ob168/98s; 7Ob172/99s; 7Ob78/00x; 8Ob133/00t; 7Ob249/00v; 7Ob40/01k; 4Ob245/01k; 2Ob180/02p; 7Ob210/05s; 2Ob200/04g; 8Ob49/06y; 12Os95/06x (12Os96/06v); 7Ob121/07f; 2Ob208/06m; 7Ob197/07g; 4Ob100/08x; 3Ob10/09f; 4Ob178/11x; 1Ob75/12d; 9Ob56/12v; 9Ob5/13w; 8Ob63/13t; 1Ob180/15z; 1Ob155/17a; 6Ob76/18x; 5Ob25/19s; 9Ob30/22k; 9Ob71/22i; 1Ob73/24b; 3Ob48/26v; 6Ob58/26m
Norm
ABGB §94
ABGB aF §140 Bc
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §231 Bc
EheG §66
Rechtssatz
Auch der geschiedene eheliche Vater darf Änderungen in seinen Lebensverhältnissen, die mit Einschränkungen seiner Unterhaltspflichtigen verbunden wären, nur insoweit vornehmen, als dies bei gleicher Sachlage ein pflichtbewusster Familienvater in aufrechter Ehe getan hätte.
Entscheidungstexte
TE OGH 1990-05-02 1 Ob 599/90
Veröff: SZ 63/74 = EvBl 1990/128 S 599 = ÖA 1991,99 = RZ 1993,101
TE OGH 1991-02-13 1 Ob 507/91
Veröff: RZ 1991/70 S 229
TE OGH 1994-01-25 1 Ob 502/94
Auch
TE OGH 1995-02-27 1 Ob 532/95
TE OGH 1995-08-31 6 Ob 1626/95
Auch
TE OGH 1995-04-26 3 Ob 541/95
TE OGH 1995-10-17 10 Ob 523/95
Auch; Beisatz: Ist die Änderung der beruflichen Situation durch den Unterhaltspflichtigen gesundheitlich bedingt, so wäre diese Änderung der Verhältnisse auch bei einem pflichtbewussten Familienvater eingetreten. (T1)
TE OGH 1996-06-26 3 Ob 2200/96t
Auch
TE OGH 1997-03-11 5 Ob 60/97b
Vgl auch; Beisatz: Hier: Verringerung der Unterhaltsbemessungsgrundlage bei Abdeckung von Verlusten des neu gegründeten Unternehmens durch den vorübergehenden Verzicht auf ein zusätzliches Geschäftsführergehalt, das die neue Gesellschaft in Wahrheit gar nicht zu leisten imstande war, zugebilligt. (T2)
TE OGH 1997-05-14 7 Ob 140/97g
TE OGH 1997-11-25 4 Ob 345/97g
Vgl auch; Beisatz: Ein Berufswechsel mag dem Vater im Rahmen seiner Erwerbsfreiheit zwar unbenommen bleiben, er darf aber Änderungen in seinen Lebensverhältnissen, die mit Einschränkungen seiner Unterhaltspflichten verbunden wären, nur insoweit vornehmen, als dies bei gleicher Sachlage ein pflichtbewusster Familienvater getan hätte. (T3)
TE OGH 1998-01-27 4 Ob 4/98m
Auch
TE OGH 1998-11-11 7 Ob 251/98g
Auch
TE OGH 1998-10-21 9 Ob 168/98s
TE OGH 1999-07-14 7 Ob 172/99s
Auch
TE OGH 2000-04-26 7 Ob 78/00x
Vgl auch; Beis wie T3
TE OGH 2000-09-07 8 Ob 133/00t
Vgl; Beisatz: Maßstab für die den Unterhaltspflichtigen treffenden Obliegenheiten ist das Verhalten eines pflichtbewussten Familienvaters. (T4)
TE OGH 2000-11-22 7 Ob 249/00v
Vgl auch; Beis wie T4
TE OGH 2001-02-28 7 Ob 40/01k
Vgl auch; Beis wie T4
TE OGH 2001-11-13 4 Ob 245/01k
Vgl auch; Beisatz: Der Vater ist jedoch anzuspannen, wenn er es trotz ihm offenstehender Möglichkeiten unterlassen hat, ein Zusatzeinkommen zu erzielen. Maßgebend ist daher, wie sich der Vater - hier nach seiner Suspendierung - verhalten hat und zwar insbesondere, ob er sich hätte bemühen können, die Einkommensminderung durch neue Einkünfte wettzumachen. Sein Verhalten muss, ebenso wie bei einer sonstigen mit einer Unterhaltseinschränkung verbundenen Änderung der Lebensverhältnisse, daran gemessen werden, wie sich ein pflichtbewusster Familienvater bei gleicher Sachlage verhalten würde. (T5)
TE OGH 2004-11-25 2 Ob 180/02p
TE OGH 2005-10-19 7 Ob 210/05s
Beisatz: Ein pflichtbewusster Familienvater würde keine vorzeitige Pensionierung nach § 22g Bundesbediensteten-SozialplanG beanspruchen. (T6)
TE OGH 2006-02-20 2 Ob 200/04g
Auch; Beis wie T6
TE OGH 2006-05-11 8 Ob 49/06y
Vgl auch
TE OGH 2006-09-21 12 Os 95/06x
Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Student. (T7)
TE OGH 2007-06-20 7 Ob 121/07f
Beisatz: Er darf also Änderungen seiner Lebensverhältnisse, die mit Einschränkungen seiner Unterhaltspflicht verbunden wären, nur insoweit vornehmen, als dies bei gleicher Sachlage ein pflichtbewusster, rechtschaffener Familienvater tun würde. (T8)
Beisatz: Hier: Zur Frage der Zumutbarkeit eines Spitalsarztes Nacht- und Journaldienste zu leisten. (T9)
TE OGH 2007-06-14 2 Ob 208/06m
Auch
TE OGH 2008-03-12 7 Ob 197/07g
Beis wie T8; Beisatz: Sollte der Vater durch seine selbständige Tätigkeit als Wahlarzt nach einer gewissen Anlaufzeit sehr gut verdienen und sich dies positiv für die Unterhaltsberechtigten auswirken, wird ihm unter der Voraussetzung einer positiven Einkommensprognose auch nicht zu verwehren sein, eine solche Chance zu ergreifen. Während er seine selbständige Tätigkeit aufbaut, soll ihm kein Unterhalt auferlegt werden, den er nicht leisten kann. Dies ungeachtet des Umstands, dass hier bereits die Luxusgrenze erreicht wird. (T10)
Beisatz: Hier: Aufhebung zu Verbreiterung der Sachverhaltsgrundlage hinsichtlich der Erfolgsaussichten der beginnenden selbständigen Tätigkeit des Vaters als Wahlarzt. (T11)
TE OGH 2008-07-08 4 Ob 100/08x
Ähnlich; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T10; Beisatz: Hier: Unterhaltsanspruch der schuldlos geschiedenen Ehefrau. (T12)
TE OGH 2009-04-22 3 Ob 10/09f
Beis wie T8; Beis wie T3; Veröff: SZ 2009/51
TE OGH 2011-12-20 4 Ob 178/11x
Vgl; Beisatz: Hier: Keine Obliegenheitsverletzung, wenn der Unterhaltspflichtige einer Weisung des Strafgerichts folgt, eine gesundheitsbezogene Maßnahme iSd §§ 11, 39 SMG in einer bestimmten privaten sozialtherapeutischen Einrichtung durchzuführen, obwohl er dort keinen Anspruch auf Krankengeld hat. (T13)
TE OGH 2012-05-24 1 Ob 75/12d
Auch; Beis wie T4; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Inanspruchnahme einer Bildungskarenz. (T14)
TE OGH 2013-01-29 9 Ob 56/12v
Vgl auch
TE OGH 2013-04-24 9 Ob 5/13w
Auch
TE OGH 2013-07-30 8 Ob 63/13t
Auch
TE OGH 2015-09-17 1 Ob 180/15z
Auch
TE OGH 2017-09-27 1 Ob 155/17a
Beisatz: Hier: Hier hat sich der Vater – anstatt weiterhin in seinem erlernten Beruf als Kfz‑Werkmeister tätig zu sein oder einen entsprechenden Arbeitsplatz zu suchen – zum Eintritt in ein Kloster entschieden; Anspannung (zumindest) auf seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. (T15)
Veröff: SZ 2017/105
TE OGH 2018-05-24 6 Ob 76/18x
Vgl auch; Beis wie T4
TE OGH 2019-07-31 5 Ob 25/19s
Vgl; Beis wie T4
TE OGH 2022-08-31 9 Ob 30/22k
Beisatz: Hier: Kosten der Erziehungsberatung. (T16)
TE OGH 2022-11-17 9 Ob 71/22i
Vgl
TE OGH 2024-05-27 1 Ob 73/24b
Beisatz: Dem Interesse des Kindes auf angemessene Alimentation kommt grundsätzlich der Vorrang vor dem Interesse des Vaters auf ein Studium zu. (T17)
Beisatz: hier: Aufgabe der bisherigen (gut dotierten) Beschäftigung zur Nachholung der HTL-Matura an einer Abendschule. (T18)
Anm: So bereits 8Ob559/93, 1Ob73/24b.
TE OGH 2026-04-29 3 Ob 48/26v
vgl; Beisatz nur wie T4
TE OGH 2026-06-30 6 Ob 58/26m
European Case Law Identifier
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0047590
Normen
Kontext
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ABGB §94 Abs2 · ABGB §140 BbOGH · RechtssatzOGH · 1Ob98/03y; 1Ob14/04x; 10Ob93/07k; 6Ob49/08m; 4Ob218/08z; 2Ob224/08t; 6Ob114/10y; 2Ob246/09d; 2Ob115/11t; 8Ob35/14a; 3Ob175/14b; 4Ob236/14f; 3Ob43/15t; 3Ob65/15b; 3Ob172/16i; 9Ob71/16f; 7Ob186/16b; 6Ob89/17g; 3Ob46/18p; 1Ob48/19v; 3Ob127/19a; 3Ob91/20h; 1Ob168/21v; 4Ob38/22z; 7Ob84/22m; 4Ob138/25k; 6Ob155/25z; 3Ob48/26v; 2Ob223/25w · 29. April 20261Ob98/03y; 1Ob14/04x; 10Ob93/07k; 6Ob49/08m; 4Ob218/08z; 2Ob224/08t; 6Ob114/10y; 2Ob246/09d; 2Ob115/11t; 8Ob35/14a; 3Ob175/14b; 4Ob236/14f; 3Ob43/15t; 3Ob65/15b; 3Ob172/16i; 9Ob71/16f; 7Ob186/16b; 6Ob89/17g; 3Ob46/18p; 1Ob48/19v; 3Ob127/19a; 3Ob91/20h; 1Ob168/21v; 4Ob38/22z; 7Ob84/22m; 4Ob138/25k; 6Ob155/25z; 3Ob48/26v; 2Ob223/25w · 29. April 2026 · ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117850Veröff: SZ 2007/169 Vgl; Beisatz: Das Vermögen ist jedenfalls dann in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen, wenn und soweit der Unterhaltspflichtige dessen Substanz angreift, um damit die Kosten der von ihm gewählten Lebensführung zu decken. (T1)Beisatz: Hier: Kapitalanteil der Rente...
ABGB §94 · ABGB §140 Bb · ABGB idF KindNamRÄG 2013 §231 BbOGH · RechtssatzOGH · 7Ob48/00k; 2Ob295/00x; 6Ob131/01k; 1Ob98/03y; 1Ob14/04x; 8Ob140/05d; 3Ob182/05v; 3Ob193/07i; 4Ob218/08z; 7Ob166/10b; 6Ob106/11y; 7Ob179/11s; 8Ob121/12w; 4Ob236/14f; 3Ob30/15f; 3Ob43/15t; 3Ob96/15m; 7Ob186/16b; 1Ob231/17b; 9Ob56/18b; 3Ob9/19y; 9Ob39/20f; 5Ob206/20k; 6Ob6/21g; 1Ob168/21v; 7Ob84/22m; 2Ob20/23i; 10Ob49/25s; 4Ob138/25k; 3Ob48/26v · 29. April 20267Ob48/00k; 2Ob295/00x; 6Ob131/01k; 1Ob98/03y; 1Ob14/04x; 8Ob140/05d; 3Ob182/05v; 3Ob193/07i; 4Ob218/08z; 7Ob166/10b; 6Ob106/11y; 7Ob179/11s; 8Ob121/12w; 4Ob236/14f; 3Ob30/15f; 3Ob43/15t; 3Ob96/15m; 7Ob186/16b; 1Ob231/17b; 9Ob56/18b; 3Ob9/19y; 9Ob39/20f; 5Ob206/20k; 6Ob6/21g; 1Ob168/21v; 7Ob84/22m; 2Ob20/23i; 10Ob49/25s; 4Ob138/25k; 3Ob48/26v · 29. April 2026 · ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113786Vgl auch; nur: In die Unterhaltsbemessungsgrundlage ist das gesamte Nettoeinkommen des unterhaltsverpflichteten Eheteils miteinzubeziehen. Dabei sind auch die Erträgnisse des Vermögens des Verpflichteten hinzuzurechnen. (T1)Beisatz: Kapitalzinsen stellen eine tatsächlich erzielte Einnahme des Verpflichteten in Geld dar. (T2)Veröff: SZ...
ABGB §94 · ABGB §140 Bb · ABGB §231 idF KindNamRÄG 2013OGH · RechtssatzOGH · 5Ob1571/92; 5Ob501/93; 6Ob555/93; 4Ob557/94; 7Ob1589/95; 1Ob2040/96y; 1Ob2082/96z; 3Ob56/95; 3Ob89/97b; 9Ob302/97w; 5Ob67/99k; 1Ob65/03w; 3Ob135/03d; 8Ob49/06y; 5Ob254/05x; 1Ob119/07t; 1Ob56/08d; 4Ob218/08z; 2Ob15/09h; 7Ob226/11b; 2Ob261/12i; 2Ob193/14t; 3Ob30/15f; 7Ob84/22m; 9Ob71/22i; 2Ob7/25f; 8Ob170/25w · 22. April 20265Ob1571/92; 5Ob501/93; 6Ob555/93; 4Ob557/94; 7Ob1589/95; 1Ob2040/96y; 1Ob2082/96z; 3Ob56/95; 3Ob89/97b; 9Ob302/97w; 5Ob67/99k; 1Ob65/03w; 3Ob135/03d; 8Ob49/06y; 5Ob254/05x; 1Ob119/07t; 1Ob56/08d; 4Ob218/08z; 2Ob15/09h; 7Ob226/11b; 2Ob261/12i; 2Ob193/14t; 3Ob30/15f; 7Ob84/22m; 9Ob71/22i; 2Ob7/25f; 8Ob170/25w · 22. April 2026 · ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0047423Auch; Beisatz: Die Steuerbemessungsgrundlage ist nach unterhaltsrechtlichen Grundsätzen zu korrigieren. (T1) Vgl auch; Beisatz: Bereits in 5 Ob 501/93 ausgesprochen. (T2)Beisatz: Der Bilanzgewinn ist um bloße steuerlich zu berücksichtigende Abschreibungsbeträge, denen keine tatsächliche wirtschaftliche Vermögensminderung entspricht, wie dies...
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