Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · Ra 2021/08/0006 · 26. April 2022

Rechtssatz · Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · Ra 2021/08/0006 · 26. April 2022

Rechtssatz26. April 2022ECLI:AT:VWGH:2022:RA2021080006.L08

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Entscheidung

Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · Ra 2021/08/0006 · 26. April 2022

Ra 2021/08/0006 · Verwaltungsgerichtshof (VwGH) · 26. April 2022

Gericht

Verwaltungsgerichtshof

Entscheidungsdatum

26.04.2022

Geschäftszahl

Ra 2021/08/0006

Rechtssatz

Zu den in seinem Urteil, MT, C-231/20, als mit dem Unionsrecht im Einklang stehend beurteilten Strafbestimmungen nach dem GSpG 1989 hat der EuGH ausgeführt, es sei Sache des nationalen Gerichts, auch in den jeweiligen Einzelfällen - insbesondere auch vor dem Hintergrund allfälliger außerordentlicher Umstände - zu beurteilen, ob die Gesamtsummen der verhängten (Mindest-)Geldstrafen in Hinblick auf die zu erzielende abschreckende Wirkung und die insgesamt verhängten Ersatzfreiheitsstrafen in Hinblick auf die Schwere der Tat noch verhältnismäßig sind bzw. der Beitrag zu den Kosten des Verfahrens in Hinblick auf die tatsächlichen Kosten nicht überhöht ist und nicht das in Art. 47 GRC verankerte Recht auf Zugang zu den Gerichten verletzt (vgl. auch VwGH 10.12.2021, Ra 2020/17/0013).

European Case Law Identifier

ECLI:AT:VWGH:2022:RA2021080006.L08

Normen

GSpG 1989 §52VStG §22 Abs2VStG §64VwGVG 2014 §5212010E056 AEUV Art5612010P/TXT Grundrechte Charta Art4762020CJ0231 M.T. VORAB